Naturliebe und Menschenhass: Völkische Siedler:innen in Bayern
Shownotes
Die Publikation kann bei uns oder bei den Kolleg*innen in Thüringen, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Hessen bestellt werden oder online gelesen werden unter: https://www.petrakellystiftung.de/de/2020/10/08/naturliebe-und-menschenhass
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00:00:00: Ideologie und Geschichte der völkischen Bewegung von Andrea Röpke.
00:00:05: Die rechte Landlust scheint ungebrochen.
00:00:09: Völkische Siedler und Siedlerinnen kaufen bundesweithöfe und Häuser, bilden nationalistische Gemeinschaften, weiten familiäre soziale und wirtschaftliche Netzwerke über regional aus und mischen sich in regionale Belange auf kultureller und politischer Ebene ein.
00:00:29: Insbesondere in Mittelsachsen scheint sich unbemerkt von der Öffentlichkeit ein neuer rechter Siedlungshotspot zu entwickeln.
00:00:39: Trotz zahlreicher Medienberichte und Dokumentationen setzt sich die Landnahme nationalistischer Familienverbände genannt SIPM ungehindert fort.
00:00:50: Wir dachten, dass sein Ökos in ihren selbstgemachten Klamotten heißt es häufig, wenn in einer Region der Extremrechte Hintergrund der Neuen vor Ort deutlich wird.
00:01:01: Anfänglich freuen sich Gemeinderäte und Verwaltungen über den personellen Zuzug und das Interesse am ländlichen Raum.
00:01:08: Wichtig scheint in erster Linie zu sein, dass sich die zugezogenen Heimat verbunden und bodenständig und nicht abgehoben und städtisch zeigen.
00:01:17: Ehrenamtliches Engagement wird ohnehin ganz unpolitisch begrüßt.
00:01:23: Der niedersächsische Innenminister Boris Pistorius, SPD, warnte gegenüber dem NDR im August zwei Tausendneunzehn.
00:01:31: Die Ideologie der Irrsinn einer arischen Rasse wachse von unten, und gerade diese Familienzusammenschlüsse, könnten dazu führen, dass andere Menschen sich radikalisieren.
00:01:44: Doch wird das meistens erst später klar.
00:01:47: Auf die Erleichterung über den Verkaufsschwer absetzbare Immobilien folgt vielerorts die Erkenntnis, dass aus Höfen und Gemäuern nationale Ansiedlungen oder rechte Bildungseinrichtungen geworden sind.
00:02:02: Nicht immer ist diese Erkenntnis mit Empörung verbunden.
00:02:05: Die machen hier wenigstens noch was, lautet eines der Gegenargumente, die alarmierend auf die gewachsen Akzeptanz rechter Strukturen in bestimmten Regionen hinweisen, im Westen wie im Osten.
00:02:18: Auch völkisches Denken ist längst auf dem Vormarsch.
00:02:23: Trotz unzähliger Warnungen von Wissenschaftlern und Wissenschaftlerinnen, Autoren und Autorinnen oder Präventionsexperten und Expertinnen, wurden die Zeichen kaum wahrgenommen.
00:02:35: Erst die Entscheidung einer umstrittenen Bundesbehörde sorgte für öffentliches Interesse und Gegenbemühungen.
00:02:42: Das Bundesamt für Verfassungsschutz stufte die interne Strömung der Alternative für Deutschland, kurz AfD, der Flügel, nach ausgiebiger Prüfung als völkisch und damit als gesichert rechtsextremistische Bestrebung ein.
00:02:59: Der Flügel wurde inzwischen aufgelöst.
00:03:03: dessen Hauptinitiaturen um Björn Höcke, Landeschef der AfD in Thüringen, mühnt sich jedoch seit Jahren diese demokratiefeindliche Ideologie hoffähig zu machen.
00:03:15: Sowohl das stark umstrittene Thüringische Landesamt für Verfassungsschutz als auch das mehrfach kritisierte Brandenburgische Amt lassen bereits den gesamten AfD-Landesverband überwachen.
00:03:28: Denn völkisch nationalistische Ideologie steht konträr zum Grundgesetz.
00:03:34: Entsprechend dieser Weltanschauung wird das deutsche Volk nicht gleichgesetzt mit den Staatsangehörigen der Bundesrepublik Deutschland, sondern ethnisch definiert.
00:03:43: Von Rassen bemühen sich die Protagonisten im öffentlichen Diskurs nicht mehr zu reden, das Kotwort heißt Ethnien.
00:03:51: Der sogenannte Ethnopluralismus, den die neue Rechte vor vielen Jahren entworfen hat, wurde längst vom gesamten Milieurechts von der Union verinnerlicht.
00:04:01: Nach dessen Grundidee verfügt jede Ethnie über einen angestammten Lebensraum und eine besondere Ausprägung von Identität und Kultur, Tradition und Werten, die es zu bewahren und zu beschützen gilt.
00:04:17: In einer Abstammungsgemeinschaft artgleicher Menschen als einer angeblich blutsmäßig verbundenen Gemeinschaft wird Heimatschutz mit Volksschutz gleichgesetzt.
00:04:29: Gemein ist völkischen Strukturen dabei die Annahme, dass deutsche Volk sei von Natur aus überlegen.
00:04:36: Das Bewusstsein von der eigenen Höherwertigkeit gegenüber anderen Menschen wird bereits den Kindern vermittelt.
00:04:43: Die Anhänger und Anhängerinnen dieser Ideologie sehen sich in ihrer Existenz bedroht.
00:04:48: Von Volkstod und Volksfeinden ist öffentlich die Rede.
00:04:54: Der von ihnen beanspruchte Lebens- und Kulturraum beschränkt sich nicht auf der Staatsgebiet der heutigen Bundesrepublik.
00:05:00: Viele völkisch Gesinnte zählen die ehemaligen Gebiete des Deutschen Reichs hinzu.
00:05:07: Zentraler Punkt dieses Agierens ist die kulturelle Weitergabe vermeintlich deutschen Brauchtums.
00:05:14: Die Historie des deutschen Volkes ist kurz und ohnehin hoch belastet.
00:05:19: Daher wird sich vor allem auf heldenhafte Zeiten konzentriert.
00:05:23: Germanentum und nordische Mythologie werden schonungslos vereinnahmt.
00:05:31: Damit geht der Glaube an eine angeblich naturgegebene Rollenverteilung der Geschlechter sowie der Ruf nach Wehrhaftigkeit einher.
00:05:39: Nach nineteenhundertfünfundvierzig siedelten sich SS und NS-Verbrecher und Verbrecherinnen, vor allem in ländlichen Regionen an und transportierten ihre NS-Ideologie über viele Generationen weiter.
00:05:53: Zahlreiche Organisationen wurden von ihnen gegründet, sie stehen noch heute in dieser Tradition.
00:06:00: Aufklärung und Präventionsmaßnahmen gibt es kaum, zu Gruppen wie der Kulturvereinigung Gesellschaft für Freie Publicistik oder zum Freundeskreis Ulrich-Hutten.
00:06:12: Am fünften Juni, verkündete der sächsische Bundestagskandidat der AfD Thomas Göbel vor Demonstranten und Demonstrantinnen Der patriotischen Europäer gegen die Islamisierung des Abendlandes, kurz Pegida in Dresden, unsere deutsche Volksgemeinschaft ist krank.
00:06:32: Unser Deutschland leidet unter einem Befall von Schmarotzern und Parasiten, welche dem deutschen Volk das Fleisch von den Knochen fressen.
00:06:44: Seine Worte verdeutlichen den Rückfall in eine völkische Rhetorik.
00:06:50: Die Verwendung des Begriffes Volksgemeinschaft geht mit einer Ideologie der Ungleichwertigkeit der Menschen einher.
00:06:58: Deutschland wird demnach als hermetisch abgeschlossene Abstammungs- und Kulturraum verstanden.
00:07:05: Aus diesem Ideal einer homogenen Volksgemeinschaft begangen die Nationalsozialisten und Nationalsozialistinnen ihre Verbrechen, die Millionen von Menschen das Leben kosteten.
00:07:18: innere und äußere Feinde einer arischen Gemeinschaft wurden bestimmt ausgegrenzt und dann angegriffen.
00:07:28: Ein zutiefst elitäres politisches Verständnis wird gepaart mit Antisemitismus, Rassismus, Führerkult und Opferbereitschaft des Einzelnen sowie einem autoritären Staatsverständnis.
00:07:42: Hinzu kommt eine Politik der Abwehr von Emanzipation, Humanismus und Egalität.
00:07:50: Derart Orientierte wählen sich fortwährend im Überlebenskampf des deutschen Volkes und seiner Lebensweise.
00:07:58: Historisch betrachtet versuchte die völkische Bewegung zu Beginn des zwanzigsten Jahrhunderts der vermeintlichen gesellschaftlichen Entwurzelung einer modernen, industriellen Gesellschaft, die Verwurzelung in einer angeblich natürlich gewachsenen Gemeinschaft entgegenzusetzen.
00:08:17: Das Gefühl, zu einer avant-garde deutschen Blutes zu gehören, schweißte zusammen.
00:08:23: Ab etwa nineteenhundert etablierte sich der Begriff des Völkischen im deutschen Sprachgebrauch.
00:08:29: Dahinter verbirgt sich ein rassistischer Blickwinkel sowie der Wunsch nach der radikalen Umformung einer demokratischen Gesellschaft.
00:08:38: Mag es auch unterschiedliche Ziele geben?
00:08:41: Im Kampf gegen die Republik stehen sie alle zusammen, wie schon in den zwanziger Jahren.
00:08:46: sagt der Historiker Volker Weiß im Hinblick auf die aktuelle rechte Szene.
00:08:51: Kai Biermann warnt in der Wochenzeitung die Zeit.
00:08:55: Der Begriff völkisch bedeutet Deutsch.
00:08:57: Wer ihn nutzt, will faschistische Gedanken hochfähig machen.
00:09:02: Völkisch grenzt aus.
00:09:06: Im Nationalsozialismus wurden vor allem Juden systematisch entrechtet, vertrieben und ermordet.
00:09:12: Die sogenannte Blut- und Bodenideologie des Regimes war bereits im Jahr veröffentlichten, der NSDAP verankert.
00:09:23: Staatsbürger kann nur sein, wer Volksgenosse ist.
00:09:27: Volksgenosse kann nur sein, wer deutschen Blutes ist.
00:09:31: Ohne Rücksichtnahme auf Konfession.
00:09:33: Kein Jude kann daher Volksgenosse sein.
00:09:37: Nach nineteenhundertdreißig gost die Partei ihre antisemitische Ideologie in Gesetzesform.
00:09:44: Die Nürnberger Gesetze wurden anlässlich des siebten Reichsparteitags beschlossen.
00:09:50: Sie bestanden im Wesentlichen aus dem Gesetz zum Schutze des deutschen Blutes unter deutschen Ehre und dem Reichsbürgergesetz.
00:09:57: Ein Reichsbürger sollte ein Staatsangehöriger deutscher und artverwandten Blutes sein, der durch sein Verhalten beweisen müsse, dass er gewillt und geeignet ist, in Treue dem deutschen Volk und Reich zu dienen.
00:10:14: Nationalsozialismus und heutiger Rechtsextremismus sind ohne die politische Vorarbeit durch zahlreiche Bünde, Gilden oder Landsmannschaften aus den neunzehntzwanziger Jahren nur schwer denkbar.
00:10:28: Einige der Zusammenschlüsse haben eine über einhundertjährige Geschichte.
00:10:33: Andere gründeten sich erst nach, nineteenhundertfünfundvierzig.
00:10:37: Es gibt Hardliner und gemäßigte.
00:10:40: Antisemitische Tendenzen fielen bereits Anfang des zwanzigsten Jahrhundert in der Hochzeit bündischen Lebens auf.
00:10:48: Der österreichische Wandervogel verbot schon nineteenhundertdreizehn, Slaven, Weltschen und Juden den Zutritt in seine Reihen.
00:10:57: Anders als die Burschenschaften, setzte sich die historische Jugendbewegung keine staatspolitischen Ziele, sondern wandte sich eigenen Angaben zufolge den inneren Fragen des Volkslebens zu.
00:11:10: Auch Mädchen wurden aufgenommen, da sie den Hauptanteil an der Sittlichen Reinheit trügen, hieß es.
00:11:18: Aus rechter Sicht griff die Jugendbewegung in der Vergangenheit volkspolitisch und volkswirtschaftlich handelnd ein, so beispielsweise in Form von freiwilligen Diensten auf dem Lande.
00:11:30: Strafe, Hierarchien und geschlechter getrennte Aktivitäten kennzeichneten vor allem die völkisch-nationalistischen Bünde.
00:11:39: Die NSDAP und der Adolf Hitler übernahm die Ideologie der vielschichtigen biologisch-rassistischen Bewegung und zum Teil auch deren Personal.
00:11:48: Der Potsdamer Politikwissenschaftler Giddy und Bodge weist darauf hin, dass heute mehrere Gruppierungen das historische Label Wandervogel nutzen, um sich einen unpolitischen Anstrich zu verleihen.
00:12:01: Vermeintlich harmlose Bünde wie der Sturmvogel, so Bodge, bieten aber für Kinder und Jugendliche eine umfassende Schulung an, die durchaus eine ideologische Festigung nach sich zieht.
00:12:14: So sind nicht wenige Zöglinge später zum Beispiel in den Reihen der rechtsextremistischen identitären Bewegung wiederzufinden.
00:12:23: Auch die beiden in der Bundesrepublik inzwischen verbotenen Gruppierungen Wiking-Jugend und Heimatreue-Deutsche-Jugend verbannten bündische Elemente mit nationalsozialistischem Gedankengut, erklärt Bodge.
00:12:37: Diese Gruppen versuchen die historische Jugendbewegung für sich zu vereinnahmen.
00:12:42: Resumiert der Kenner der Szene.
00:12:45: Ziel sei es, Kinder und Jugendliche gegen die bundesdeutsche Gesellschaft zu immunisieren.
00:12:52: In nahezu allen Bundesländern gibt es Ansiedlungen von Rechten, die gemeinsam ihre Kinder erziehen und sich vor Ort ökonomisch, sozial und politisch vernetzen.
00:13:05: Bereits hatte die neu rechte Wochenzeitung junge Freiheit über den Zuzug einiger Atamanen nach Mecklenburg-Vorpommern berichtet.
00:13:15: Die zahlreichen Siedler und Siedlerinnen sehen meist aus wie alternative Aussteiger und Aussteigerinnen, sind in regionalen Bio- und Ökoproduktnetzwerken aktiv, üben alte und oft seltene Handwerke aus und beteiligen sich an Kultur-Events.
00:13:34: Die Siedlungsidee der Atamanen reicht über die Weimarer Republik bis hin zum Wilhelminischen Kaiserreich.
00:13:42: Mit dem Konzept Zurück zur Scholle wollten die Gruppen der damaligen Landflucht in Ostdeutschland einer Folge der Industrialisierung entgegenwirken.
00:13:53: Damit sollte zugleich auch einer befürchteten Besiedlung durch Menschen aus Polen entgegengewirkt werden, wie es intern hieß.
00:14:01: Vermeintlich schädliche Einflüsse der städtischen Zivilisation galt es, zurückzudrängen.
00:14:07: Die Bereiche Natur, Heimat, Tier und Volksschutz denkt die völkische Bewegung schon seit achtzehntundundseinundsebzig eng zusammen.
00:14:17: Dieser Vierklang wird bis heute angeschlagen.
00:14:21: Umwelt und Naturschutz, Tierrechte und Veganismus waren schon früh mit anti-zivilisatorischen Effekten besetzt, bewegten sie gar.
00:14:31: Diese heterogene Bewegung verstand sich als außerparlamentarische Kraft, was parteipolitische Bestrebungen jedoch nicht ausschloss.
00:14:40: Gesucht wurde die natürliche Gemeinschaft, die durch jahrhunderte lange Überfremdungsprozesse angeblich verschüttet worden war, um wieder die ursprünglichen Wesens und Charaktermerkmale des Deutschen zu erwecken.
00:14:57: Die völkische Bewegung mit ihren Parteien und Kulturvereinen, Erziehungs- und Glaubensprojekten, Siedlungs- und Brauchtumsgruppen verfolgte eine massive Rückwärtswende.
00:15:09: Die gegenwärtige Umwälzung unterscheidet sich allerdings gravierend von der alten industriellen Revolution, Das Tempo ist beschleunigter, die Dimensionen sind weitreichender, diese rasante Modernisierung kaum gebremst durch politische Steuerung befeuert autoritäre Versuchungen.
00:15:28: Die Nationalisten versprechen in des Sicherheit und Ordnung, Lebens- und Zukunftsplanung.
00:15:37: Die Suche nach Identität und den Bezug zur Heimat hat längst die sogenannte Mitte der Gesellschaft erfasst.
00:15:44: Im Diskurs gewinnen die Abwehrmechanismen dieser rohen Bürgerlichkeit mehr und mehr an Relevanz, warnt der Bielefelder Wissenschaftler Willem Heidmeier bereits seit Jahrzehnte zwölf.
00:15:56: Heidmeier weist auf Ralf Dahendorf hin.
00:15:59: Schon in dem Jahrzehnten überlegte der deutsch-britische Politiker und Wissenschaftler inwieweit mit der Globalisierung ein Jahrhundert des Autoritarismus für das einundzwanzigste Jahrhundert keine unwahrscheinliche Prognose sei.
00:16:14: Er hielt diese Entwicklung für möglich, wenn das Gleichgewicht zwischen ökonomischer Globalisierung, sozialem Zusammenhalt und demokratischen Strukturen nicht gegeben wäre.
00:16:26: Seine Sorge äußert er in die Zeit vom vierzehnten November nineteenhundertsehneunzig wie folgt.
00:16:33: Globalisierung bedeutet, dass Konkurrenz groß und Solidarität klein geschrieben wird.
00:16:40: Die bisherige Auseinandersetzung mit den völkischen und ihren Strukturen beschränkt sich bundesweit weitestgehend auf das Personal des inzwischen aufgelösten Flügel innerhalb der AfD.
00:16:52: Hinter der verkündeten Auflösung dieser mächtigen Partei internen Strömung im Mai- Twenty-Zwanzig verbirgt sich eher Strategie als Distanzierung.
00:17:02: Deutlich wird das durch eine Aussage Björn Höckes zitiert im Deutschlandfunk.
00:17:08: Der Flügel wird jetzt bald Geschichte sein, aber der Geist des Flügels, der wird lebendig sein in dieser AfD.
00:17:17: Halten wir an diesem Geist fest.
00:17:20: Wir sind Willens und in der Lage, diese unserer AfD zur einzigen relevanten Volkspartei in Deutschland zu machen.
00:17:28: Acht Brandenburger Medien kommentieren, die AfD hat ein Distanzierungsproblem.
00:17:35: Sie kann sich schlecht vom völkischen Flügel distanzieren, weil er die Partei dominiert.
00:17:42: Vor allem aber beschränkt sich völkisch-nationalistische Politik nicht auf Parteien und Wahlen.
00:17:48: Es geht um eine radikale Umformung von Gesellschaft und Politik.
00:17:53: In dem Gesprächsband nie zweimal in denselben Fluss führt Höcke, aus, dass die politische Führung neben dem verstärkten Schutz der nationalen und europäischen Außengrenzen auch ein groß angelegtes Remigrationsprojekt betreiben sollte.
00:18:10: Und bei dem wird man, so fürchte ich, nicht um eine Politik der wohl temperierten Grausamkeit herumkommen.
00:18:18: Diese Eindeutigkeit spitzt sich noch zu.
00:18:21: Auch wenn wir leider ein paar Volksteile verlieren werden, die zu schwach oder nicht willens sind, sich der fortschreitenden Afrikanisierung, Orientalisierung und Islamisierung zu widersetzen, Ist Höcke sich sicher, dass am Ende noch genug Angehörige unseres Volkes vorhanden sein werden, mit denen wir ein neues Kapitel unserer Geschichte aufschlagen können?
00:18:46: Diese Sätze sind kerntesenvölkisch-nationalistischer Ideologie.
00:18:51: Nicht nur sollen alle Menschen, die von ihm nicht als Deutsche klassifiziert werden, das Land verlassen, auch jene Menschen, die Einwanderer und Einwanderinnen begrüßen, sind unerwünscht.
00:19:03: Götz Kubicek's Institut für Staatspolitik, kurz IFS, eine Art Denkfabrik der sogenannten Neuen Rechten, strebt ebenso auf eine nationale Revolte zu, deren Ziel eine autoritäre Gesellschaft ist.
00:19:19: Im Mai, im Jahr zwei Tausend zwanzig erklärte selbst das kritisch einzuordnende Bundesamt für Verfassungsschutz es lägen hinreichende Anhaltspunkte für eine verfassungsfeindliche Bestrebung vor.
00:19:32: Das IFS berufe sich demnach wiederkehrend auf ein vermeintliches Widerstandsrecht, in dessen Rahmen die Anwendung von Gewalt im äußersten Fall als Legitim erachtet wird.
00:19:44: Mit der Rhetorik eines Volksaufstandes als ging es darum, den Widerstand gegen eine Diktatur zu organisieren, sammelten sich die Unzufrieden erst auf den Straßen und dann an den Wahlurnen.
00:19:56: Schreibt Volker Weiß in seinem Buch und nimmt dabei auch Bezug auf die Ideen von Kubicek.
00:20:02: auch weiß, weist auf eine tiefe Sehnsucht nach staatlicher Autorität und völkischer Bindung hin.
00:20:10: Mit diesem Text soll versäumtes Aufgeholt und auf einige der wichtigsten Protagonisten und Organisationen der völkischen und ihrer Verbindeten unter anderem aus dem rechtsgerichteten ökologischen und isoterischen Spektrum in fünf Bundesländern hingewiesen werden.
00:20:28: Exemplarisch werden Netzwerke, Strategien und Aktionsfelder in Thüringen, Sachsen, Sachsen-Anhalt, Hessen und Bayern vorgestellt.
00:20:38: Intensive Maßnahmen gegen rassistische Gewalt und andere Hasskriminalität auf allen Ebenen sind mehr als bisher erforderlich.
00:20:48: Dringend notwendig sind zudem zivilgesellschaftliche Präventionsmaßnahmen, die bereits viel früher ansetzen.
00:20:56: Denn die völkische Szene hat ihren Anteil an den gefährlichen Entwicklungen, denen unsere Gesellschaft zurzeit ausgesetzt sind.
00:21:06: Wenn bereits Kinder mit Hass und rassistischen Feindbildern aufwachsen, jugendliche zu bedingungslosen Behorsam und einer Opferbereitschaft für das eigene Volk verpflichtet werden, dann werden Facetten einer völkisch elitieren Lebensweise deutlich, die nicht länger ignoriert werden dürfen.
00:21:25: sondern aufrütteln müssen.
00:21:28: Es sind keineswegs vereinzelte, harmlose Heimatreue, Patrioten oder bündisch bewegte, die der Demokratie aus diesen Reihen entgegentreten, weil sie sie zutiefst verachten.
00:21:41: Dahinter verbergen sich gewachsene Strukturen, deren Einfluss bis in die Landtage und sogar in den Bundestag reicht.
00:21:49: Deren Streben ist nicht vereinbar, mit den demokratischen Grundwerten einer gerechten und weltoffenen Gesellschaft.
00:21:58: Um dieser Gefahr von rechts zu begegnen, bedarf es einer umfassenden Aufklärungs- und Bildungsarbeit.
00:22:05: Dazu möchte die vorliegende Dokumentation mit aller Kraft beitragen.
00:22:23: geben sich Anhänger und Anhängerinnen der völkisch-isotärischen Anastasia-Buchreihe des russischen Autors Vladimir Megere verstärkt zu erkennen.
00:22:33: Der Bayerische Rundfunk berichtete im November, über Bemühungen, auf Selbstversorgerhöfen mit ökologischer Landwirtschaft auch im Süden der Republik Fuß zu fassen.
00:22:44: Die Fraktionschefin der Grünen im Bayerischen Landtag Katharina Schulze warnte, In der Anastasia-Bewegung gibt es unverhohlene antisemitische und rassistische Ansichten.
00:22:50: Bereits in der Anastasia-Bewegung gab es unverhohlene antisemitische und rassistische Ansichten.
00:22:57: Bereits in der Anastasia-Bewegung gab es unverhohlene antisemitische und rassistische Ansichten.
00:23:00: Bereits in der Anastasia-Bewegung gab es unverhohlene antisemitische und rassistische Ansichten.
00:23:04: Bereits in der Anastasia-Bewegung gab es unverhohlene antisemitische und rassistische Ansichten.
00:23:08: Bereits in der Anastasia-Bewegung gab es unverhohlene antisemitische und rassistische Ansichten.
00:23:11: Bereits in der Anastasia-Bewegung gab es unverhohlene antisemitische und rassistische Ansichten.
00:23:15: Bereits in der Anastasia-Bewegung gab es unverho verdeutlicht.
00:23:20: ein anderes Beispiel.
00:23:22: Die Minbacher Waldgarten Selbstversorgerakademie wirtschaftet laut eigenen Angaben nach den Prinzipien der Permakultur.
00:23:30: Pächterin des Achttausend Quadratmeter großen Geländes ist Hanelore Zech.
00:23:35: Verpächter der Gartenbaubetrieb Hans-Günder Leimer.
00:23:39: Beide Betriebe arbeiten laut Selbsterstellung unabhängig voneinander.
00:23:44: Zech stellt sich bei Facebook als Selbstversorgerin aus Leidenschaft vor.
00:23:48: Sie liegte bei Facebook die Anastasia-Bücher den Autowladi Mermegre sowie die Zeitschrift Garten-Weden.
00:23:55: Auf dem Blog von Garten-Weden ist nachzulesen, dass Hanne-Lore Zech bereits am zwölften Februar, Zwei-Tausend-Fünfzehn, eine Zusammenarbeit anbot.
00:24:05: Hallo, liebes Garten-Weden-Akademie-Team, ich betreibe eine Selbstversorge-Akademie im Niederbayerischen.
00:24:12: Gerne stelle ich mich als Seminarleiter für die Gartenweden-Akademie für den Altbayerischen Raum zur Verfügung.
00:24:19: Selbst bin ich Anastasia auch sehr verbunden.
00:24:23: Zwei Jahre zuvor hatte die Zeitschrift Schrot und Korn unter dem Titel Vorsicht Braune Bios aus Gabezehn, auf das Pachtverhältnis zwischen Leimer und Zech aufmerksam gemacht.
00:24:36: Hans Günter Leimer war anders als Zech kein Unbekannter in der extremen rechten Szene.
00:24:42: So besuchte er, mit mindestens einem seiner Kinder, das mehrtägige Pfingstlager der nationalsozialistisch orientierten Jugendorganisation Heimatreue Deutsche Jugend, Kurzade J., in Eschedee in der Lüneburger Heide.
00:24:56: Zwei Jahre, bevor die Organisation vom Bundesinnenministerium wegen ihrer Verfassungsfeindlichkeit verboten wurde.
00:25:04: Der Gartenbauunternehmer aus Niederbayern nahm ebenfalls am Sommerfest der NPD, in Straubingteil.
00:25:12: Leimer und seine Ehefrau engagieren sich im Umweltschutz.
00:25:16: Zeitweilig gehörte er dem Vorstand des Vereins Midgard E.V.
00:25:20: an, der jahrelang die NPD-nahe Zeitschrift Umwelt und Aktiv herausbrachte.
00:25:25: Süddeutsche Zeitung und Tatts berichteten bereits seit dem Jahr, über die politische Verstrickung zwischen NPD und dem Verein Midgard und Umwelt und Aktiv.
00:25:36: Auch die in ökologischen Kreisen angesehene Betreiberin der Mienbacher Waldgarten-Selbstversorgerakademie Hanelore Zech schrieb als Autorin für das Magazin zum Beispiel darüber, wie alkoholische Spezialitäten selbst hergestellt werden oder Tauschringe funktionieren oder ein Krisengarten angelegt werden kann.
00:25:56: Eine direkte Beteiligung an dem Magazin bestritt Leimer gegenüber der Süddeutschen Zeitung.
00:26:01: Das Rechte-Ökoprojekt Mitglieder und Anhänger und Anhängerinnen der Bayerischen NPD gaben in dem Jahr das selbsternannte Natur- und Umweltschutz Heft mit dem unauffälligen Titel Umwelt und Aktiv heraus.
00:26:17: Das erste Cover zierte eine Sonnenblume.
00:26:21: Zu den Schwerpunkten der publizistischen Tätigkeit gehörten die Aufklärung über die Gefahren der Gentechnik, der Kampf gegen das betreibungslose Schächten von Tieren, die Fossierung eines ökologisch ausgeglichenen Lebens und der Schutz der kulturellen Identität.
00:26:37: Nur selten möchten rechte Ökologen und Ökologinnen den eigenen politischen Hintergrund öffentlich verstanden wissen.
00:26:44: Die Macher und Macherinnen von Umwelt und Aktiv waren um ein konservatives Image bemüht, um Autoren, Autorinnen und Leser und Leserinnen schafft, auch außerhalb des nationalistischen Spektrums anzusprechen.
00:26:57: Inzwischen tummeln sich vor allem im unverdächtig erscheinenen Biolandbau zahlreiche vor allem völkisch Gesinnte.
00:27:06: Unschuldig grün verpackt, landet nationalistisches, antisemitisches oder rassistisches Gedankengut so in Spalten, in denen es am wenigsten vermutet wird.
00:27:17: Auch aus diesem Grund ist eine Auseinandersetzung mit der historischen Entwicklung wichtig.
00:27:23: So war es zum Beispiel ausgerechnet die NPD, die in den ersten Jahren in den letzten Jahren ausgestattet wurde und damit älteste noch bestehende extremerechte Partei, die den Umweltschutz früh für sich beanspruchte.
00:27:35: Im ersten Grundsatzprogramm von nineteenhundertsechzig forderte die NPD den Schutz des Waldes, eine gesetzliche Verpflichtung zur Reinerhaltung der Flüsse und zur Entgiftung und Bindung von Industrie- und Kraftfahrzeugabgasen.
00:27:50: Die Partei hebt gern hervor, dass sie als eine der ersten Parteien überhaupt ökologische Position vertreten hätte und Umweltschutz daher nicht grün sei.
00:28:01: Ein ökologisch denkender Mensch nimmt automatisch eine rechte Position ein, meinte in den Neunzehntenhundertsiebzigerjahren der damalige NPD-Bundesvorsitzende Martin Muss genug.
00:28:13: Die Forderungen der NPD gingen damals wie heute jedoch nie mit weltweit ökologisch und sozial gleichberechtigten Vorstellungen einher.
00:28:22: Die völkischen Motive waren drei Jahre nach der NPD-Gründung deutlich erkennbar.
00:28:28: Die Blut- und Bodenideologie legte den Grundstein.
00:28:32: In den letzten Jahren betonten die jungen Nationaldemokraten, die Jugendorganisation der NPD, das Umweltschutz zusammen mit Volks- und Lebensschutz als leitende Gedankenbestimmen sein sollten.
00:28:48: Der Hamburger Journalist Andreas Speidt verweist auf den Vierschritt, den die Redaktion des Magazins vollzog.
00:28:56: So gehe es von Umweltschutz zum Tierschutz über Heimatschutz bis zum Volksschutz.
00:29:02: Speid erklärt, dass in den Ausgaben von Umwelt und Aktiv die Szene typische Vorstellung der Verschwörung eines internationalen Kapitals deutlich würde, in diesen Kreisen ein Synonym für die vermeintliche jüdische Weltverschwörung.
00:29:17: Wir wollen Ihnen aufzeigen, wie Tierschutz und Umweltschutz für fremde Interessen und Interessenten, die im Verborgenen agieren, zum Nachteil unserer Heimat und unseres Volkes instrumentalisiert werden, schreibt die Redaktion bereits in der ersten Ausgabe.
00:29:34: In der Nutzung solcher oder ähnlicher Codes liegt eine ideologische Schnittstelle zur rechtsisotärischen Bewegung.
00:29:42: Die Schweizer Fachstelle für Sektenfragen Infosektor warnt vor Schriften der Anastasia-Bewegung, weil in der Theorien ebenfalls die antisemitische Idee einer jüdischen Weltverschwörung verbreitet würde.
00:29:55: Inzwischen erscheint Umwelt und Aktiv nur noch online.
00:29:59: Doch die Netze sind längst weitergesponnen.
00:30:05: Was macht Ökologie für die Völkischen so interessant?
00:30:09: Umweltpolitisches Engagement bringt wohlwollende Zustimmung und Sympathie, gesellschaftliche Hemmschwellen fallen, Diskurse können bestimmt werden.
00:30:18: Wir werden nicht länger jenen Menschen das Thema Umwelt- und Naturschutz überlassen, denen gar nichts an der Heimat liegt, hieß es bereits, im Editorial des Magazins Umwelt und Aktiv, verantwortlich gezeichnet von Beginn an durch Christoph Hofer aus Mitterskirchen.
00:30:35: Redaktionsmitglied Bettina Rauch, verheiratet mit Chefredakteur Christopher, gab dem NPD nahen YouTube-Kanal Nordland TV im Juni, ein Interview.
00:30:47: Sie stammt wie ihr Ehemann aus dem extremen rechten Milieu.
00:30:51: Als Interviewer für Nordland TV trat der niederbayerische NPD-Mann Ulrich Petzold auf.
00:30:57: Unter ihrem Mädchennamen erklärte Bettina Rauch Alle würden ehrenamtlich für das Umweltmagazin arbeiten.
00:31:04: Ihr gemeinsames Ziel sei es, das Thema Umweltschutz den Konservativen wieder zurückzugeben, denn da gehöre es hin.
00:31:13: Wir haben uns das Thema irgendwann von den Linken aus der Hand nehmen lassen, erklärt sie selbstbewusst ihrem Interviewpartner.
00:31:19: Gemeinsam mit ihrem Ehemann modernisiere sie das Heft und sorge dafür, dass es auch im alternativen Milieu wahrgenommen werde.
00:31:29: bis zur identitären Bewegung.
00:31:33: Zur Jahreswende, zwei-tausendachzehn, zwei-tausendneunzehn, wurde in der Umwelt und aktiv ein Projekt mit dem Titel AHA, Alternative Help Association, vorgestellt.
00:31:45: Hier werden die Bemühungen des jungen Ehepaßhofer besonders deutlich, sich auch in Richtung sogenannte Neuerrechter zu öffnen, denn hinter AHA verbergen sich bayerische Mitglieder der identitären Bewegung.
00:31:58: Die Obskure Hilfsorganisation wurde von bayerischen Aktivisten und Aktivistinnen um Nils Altmix und Sebastian Zeilinger auf die Beine gestellt, um patriotische Hilfe vor Ort in Krisengebieten zu leisten, wie es heißt.
00:32:12: Es scheint aber viel mehr darum zu gehen, dass Geflüchtete nicht nach Deutschland kommen.
00:32:18: Zeilinger stellt bei Umwelt und Aktiv die rechtsextreme identitäre Bewegung im Interview verharmlosend als eine Gruppe von jungen europäischen Patrioten vor, die einer uhridentitären Forderung nachkomme und Hilfe in der Heimat der Geflüchteten leiste.
00:32:36: Letztlich sind es genau diese wechselseitigen Netzwerkaktivitäten, die kaum überschaubar an Einflussgewinnen auch in Bayern.
00:32:46: Während sich vor allem in Berlin der Eindruck aufträngt, die aus dem Jahr die gegründete identitäre Bewegung sei eine hippe urbane Gruppierung, wird in Bayern deutlich, dass sich dahinter auch starke folgstümelnde Strukturen verbergen.
00:33:00: Um das Jahr zehnt, gründeten sich einige bayerische IB-Gruppen bei Facebook.
00:33:05: Die meisten entwickelten jedoch keine weiteren Aktivitäten.
00:33:09: Die IB in Südbayern, um den ehemaligen stellvertretenden Bundesvorsitzenden Sebastian Zeilinger aus dem Landkreis Traunstein, galt lange als eine der umtriebigsten.
00:33:21: Die bayerischen Akteure und Akteurinnen sorgen für eine betont bündisch geprägte Außendarstellung der Organisation, urteilt der profunde Kenner der Szene in Bayern Robert Andreasch von der antifaschistischen Informations, Dokumentations und Archivstelle München e.V.
00:33:38: Kurz AIDA.
00:33:40: In einem Videoclip unter dem Motto Heimatliebe ist kein Verbrechen versammelt sich eine solche Gruppe, um Brauchtum am Lagerfeuer zu zelebrieren.
00:33:49: Als inhaltliche Schwerpunkte werden Begriffe wie Freiheit, Heimat und Tradition eingeblendet.
00:33:56: Laut Andreas sorge sich die Regionalgruppe Bayern um eine auffallentraditionalistische Ausrichtung.
00:34:02: Blond, bezopfte Frauen in Röcken und junge Männer in Trachten, Hemden und Lederhosen prägen die Außendarstellung.
00:34:09: Nur an wenigen Stellen zeigt das Video ein bisschen was von der selbst beanspruchten Dynamik, warnt Andreas.
00:34:17: Aufmärsche mit Fahnenmeer, körperliche Ertüchtigung beim Walllauf, Kampfsporttaktiken und Boxen zwischen den Bäumen.
00:34:26: In einem Interview mit dem ehemaligen Spiegeljournalisten Matthias Matussek berichtet Sebastian Zeilinger, dass er konträr zu seiner Familie als Jugendlicher mit Springerstiefeln durchs Dorf gerannt sei.
00:34:39: Matussek sympathisiert offen mit der identitären Bewegung, gilt als vertrauenswürdiger Ansprechpartner.
00:34:46: Zeilinger, heute Volkswirt, will an der Universität dann Bruschenschaften kennengelernt haben.
00:34:52: Durch sie habe er sich der Wandervogel-Bewegung angeschlossen.
00:34:57: Seine Ehefrau stammt ebenfalls aus dem völkischen Spektrum und besuchte als Jugendliche die Lager der HDJ, wie internes Material belegt.
00:35:06: Zeilingers Bruder führte den Sturmvogel Deutscher Jugendbund beim Sommerlager in Grabo, in den letzten Jahren.
00:35:13: Man kennt sich untereinander.
00:35:16: Auch die Hofers von Umwelt und Aktiv sind bekannte.
00:35:21: Ein weitläufiges, politisches, soziales und wirtschaftliches Recht des Milieux konnte sich so ungehindert heranbilden.
00:35:29: Wie bereits angedeutet, dürfte Zeilinger auch mit der Argumentation politischer Gegner und Gegnerinnen bestens vertraut sein, denn gegenüber dem AfD nah an Deutschland-Kurier erzählte er, von seinem Elternhaus, Ich wuchs behütet in einem echten Hippie-Haushalt im Kiemgau auf.
00:35:48: Zur Herkunft kommentiert auch Journalist Matussek.
00:35:51: Die Zeltlager, die Reisen, all das machte ihm mindestens ebenso viel Spaß wie seinem Vater damals das Kiffen und Jefferson Airplane.
00:36:00: Ökologie ist längst kein Nischenthema mehr.
00:36:03: Biologische Landwirtschaft, Artenschutz, Vegetarismus oder nachhaltige Produktionsweisen interessieren eine immer breitere Öffentlichkeit.
00:36:13: Rechte schließen sich den Rufen nach radikalen Veränderungen an.
00:36:18: Ihr Ziel ist Homogenität und Volksschutz.
00:36:22: Sie wollen die eigene Scholle schützen, nicht den Planeten.
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