Durch die Stadt 1: Wohnungspolitischer Spaziergang durch die Maxvorstadt

Shownotes

Der "Gentrifizierungsporno": therese-maxvorstadt.de/ Erhaltungssatzungen in München: t1p.de/8nev Ein Video der Spaziergang kann man noch hier sehen: https://www.petrakellystiftung.de/de/2020/07/20/wohnungspolitischer-spaziergaenge-muenchen Bilderrechte: MUCBOOK www.mucbook.de/ Musik für Passagen: Music from filmmusic.io "Umbrella Pants" by Kevin MacLeod (incompetech.com) License: CC BY (creativecommons.org/licenses/by/4.0/)

Musik für Intro und Outro: Music from filmmusic.io "Kool Kats" by Kevin MacLeod (incompetech.com) License: CC BY (creativecommons.org/licenses/by/4.0/)

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00:00:12: Herzlich willkommen zu den ersten Stadtspaziergang-Podcaster der Petra Kelly Stiftung.

00:00:17: Wie Bernhard

00:00:18: Feldt vom München-Erfordung gleich erzählen wird, haben wir diese Aufnahme am siebte Juli, während einer thematischen Spaziergang in der Max-Vorstadt gemacht.

00:00:27: Es war eine Kooperationsveranstaltung vom Münchner-Führung der Münchner-Initiativen für ein soziales Bodenrecht der Evangelischen Stadtakademie München, des Bayern-Führungs der Friedrich-Iber-Stiftung und der Betrachele-Stiftung.

00:00:39: Wir werden mit dem Podcast dieselbe Route folgen und vor jedem Beispielsgebäude halten.

00:00:44: Ich werde Sie jedes Mal darauf hinweisen, wo wir gerade sind.

00:00:47: Man kann dieses Spaziergang entweder zu Fuß oder mit dem Fahrrad folgen und nach jeder Halt den Podcast stoppen.

00:00:53: Treffpunkt war die U-Bahnaltestelle Thereseenstraße an der Ecke zwischen Augustenstraße und Thereseenstraße.

00:00:58: Ich bin Kamel Romano der Petra Kelli Stiftung und wünsche Ihnen viel Spaß beim Hören.

00:01:03: Herzlich willkommen hier bei unserer Führung.

00:01:05: Mein Name ist Bernadette Felsch.

00:01:06: Ich bin fürs Münchner Forum.

00:01:08: Organisiere ich diese Führungen.

00:01:09: Wir machen das gemeinsam mit der Friedrich-Ebert-Stiftung.

00:01:12: Da ist die Anna-Lena Koscik da, die Geschäftsführerin.

00:01:15: Neu dabei ist auch die Petra Kelli-Stiftung.

00:01:17: Da ist die Carmen Romano.

00:01:18: Die wird auch ein Podcast aus dieser Führung machen.

00:01:21: Und ich freue mich sehr, dass wir auch echte Expertinnen heute dabei haben.

00:01:24: Außenbezirksausschuss die Svenja Jajo und die Katharina Bleb.

00:01:29: Genau.

00:01:29: Und das ist unsere dritte Führung in dieser Reihe.

00:01:32: Eier ist eine bodenpolitische Führung.

00:01:34: Was ist der Hintergrund?

00:01:35: Wir alle beschäftigen uns mit der Frage, warum steigenden die Immobilienpreise und Mieten immer, immer weiter.

00:01:41: Und ja, meistens wird es so getan, als wäre das quasi ein Naturgesetz, als könnte man da nichts machen.

00:01:46: Das ist einfach der Markt, aber es gibt durchaus politische Regelungen und Gesetze, mit denen man was machen könnte.

00:01:53: Und an einzelnen Beispielen hier in der Max-Vorstadt wollen wir heute erklären, was man machen könnte.

00:01:58: Und wir haben auch dieses Mikro mitgenommen, das quitscht leider immer.

00:02:01: ein bisschen, aber wir dachten, da wir so viele sind und doch recht weit auseinander stehen, ist es mit Mikro wahrscheinlich besser.

00:02:07: Und wir

00:02:07: werden jetzt als erste Station aufs ehemalige Ari-Gelände

00:02:11: gehen.

00:02:12: Also einen Grundstück, dass der Ari der Filmgesellschaft gehört hat, die die Kameras produziert.

00:02:17: Das ist da hinten, das heißt Terese, weil es in der Teresienstraße ist.

00:02:21: Und da gehen wir jetzt mal hin und dann übergebe ich an die Tscheidamen vom BA.

00:02:29: Folgen Sie jetzt die Theresienstrasse in der Fahrtrichtung und auf die linke Seite bis zum Theresienstrasse.

00:02:42: Also wir stehen jetzt hier an der Terese.

00:02:44: Es gibt einen sehr schönen Zeitungsartikel.

00:02:46: Die Süddeutsche Zeitung hat darüber mal berichtet und hat sich sehr lustig gemacht über einen Film, der auf der Website ist von dem Immobilienunternehmen und Investor, der das hier gemacht hat.

00:02:54: Wenn man ihn anschaut unter www.terese-max-vorstadt.de, können Sie sich den Film anschauen.

00:03:00: Die SZ hat das Gentrifizierungs-Porno genannt, weil es wirklich so übertrieben ist, dass es schon fast wieder wie eine Glosse wird.

00:03:07: Und wenn man auf die Website jetzt momentan schaut, steht da drauf alles verkauft.

00:03:11: ist der hochpreise gewohnung aber die großen richtig teuren die gibt es noch die kabeln immer noch kaufen genau ja dann würde ich mal an die svenia übergeben

00:03:21: Ja, auch

00:03:21: von mir ein herzliches Willkommen.

00:03:23: Erst mal

00:03:24: ganz im Grundsatz ist es natürlich ein Projekt gewesen, wo wir sehr glücklich gewesen sind.

00:03:28: Denn hier gab es

00:03:29: Gewerbe

00:03:30: und Gewerbe ist ungewandelt worden in Wohnraum.

00:03:32: Das ist ja eigentlich schon das, was wir uns wünschen.

00:03:35: Das Areal ist auf groß.

00:03:36: Das Areal bietet wirklich Fläche für Wohnraum, für neuen Wohnraum mitten in der Maxvorstadt.

00:03:41: Ich denke auch von der Art, wie es angelegt worden ist, hat man sich durchaus Mühe gegeben.

00:03:45: Das Problem ist wie immer der Preis.

00:03:47: Und da gibt es keinerlei Vorgaben in dem Sinne, dass man jetzt würde.

00:03:51: Hier gäbe es eine gewisse Durchmischung in dem Areal, wo wir dann auch sagen könnten, wir haben auch die angestammte Mieterschaft, die man sich so in der Maxvorstadt erhofft und die spiegeln wir dann auch wieder in so einem neuen Areal.

00:04:03: Das passiert halt leider nicht und das passiert leider fast nirgends.

00:04:06: Das heißt auch hier, kriegen wir zwar neue Mietereien oder auch neue Eigentümer größtenteils natürlich.

00:04:12: Aber die Frage ist, ist das am Ende wirklich die Art von Wohnraumschaffung, die wir uns wünschen?

00:04:16: Katharina wollte da, glaube ich, nochmal kurz überleiten.

00:04:18: zu einem anderen Objekt.

00:04:19: Hierzu vielleicht noch ein paar Informationen.

00:04:21: Das war natürlich ein Investorenobjekt.

00:04:24: Das war jetzt kein städtisches Grundstück.

00:04:26: Da würde man natürlich mehr auf die doch Mischungen achten, gerade bei diesen Größen.

00:04:30: Da müsste dann ein gewisser Anteil, ein sozialen Wohnungsbau zum Beispiel sein, geförderte Wohnungsbau.

00:04:35: Das ist hier natürlich nicht der Fall, weil es ein reines das Investment war.

00:04:38: Ich bin jetzt seit langem mal wieder in diesem Areal.

00:04:41: Das steht ja jetzt schon durchaus einige Monate und ich wundere mich,

00:04:45: dass

00:04:45: einige Wohnungen alle, die ich sehen kann, ehrlich gesagt, unbewohnt sind.

00:04:50: Da fragt man sich, ob hier Wohnraum geschaffen wird oder ob es hier eine Geldparkanlage ist oder ein reines Spekulationsobjekt.

00:04:58: Also, wenn

00:04:59: da Wohnraum

00:04:59: so knapp

00:05:00: ist, sollte man doch eigentlich

00:05:01: davon ausgehen, dass er dann auch vermietet wird oder bewohnt wird.

00:05:05: Also es wundert mich schon sehr, sehr stark.

00:05:06: Etwas, was hier versucht wurde und was ich trotzdem positiv herausstreichen möchte, ist die dichte Bebauung.

00:05:11: Ich weiß, es wird sehr, sehr kritisch gesehen, weil eben dadurch auch Fläche vernichtet wird bzw.

00:05:16: weniger Fläche für Grün ist.

00:05:17: Auf der anderen Seite muss man natürlich sagen, bei einer Wohnraumknappheit muss man natürlich auch darauf achten, dass der Wohnraum oder die Fläche auf der Wohnraum errichtet wird, optimal genutzt wird.

00:05:27: Das, worauf die Svenja mal gerade hingedeutet hat, ist das Gelände in der Karlstraße.

00:05:32: Vielleicht kennst du eine oder andere noch von Ihnen, der war früher ein Autohaus und Autowerkstatt von, ich glaube, VW war das?

00:05:38: Das ist fast schon brach, schon sehr lange.

00:05:40: Es war auch temporär mal eine Flüchtlingsunterkunft.

00:05:42: Was Hauptbahnhof nahe war, das wird jetzt auch neu entwickelt.

00:05:48: Wir haben uns da sehr früh in Beate für eingesetzt, dass das ein Kern an Mischgebiet

00:05:52: wird.

00:05:53: Ein neues Mischgebiet des neuen Bundesgesetzbuch aufgenommen wurde, wo man eben hätte eine neue Art von nebeneinander von Gewerbe, lauchlauterem Gewerbe und Wohnraum hätte schaffen können, zumindest solche Dinge wie Studentenwohnheime, Auszubildendenwohnheime, Schwesternwohnheime.

00:06:09: Wir wurden bisher nicht gehört, auch wenn wir das schon zweimal gesagt haben, geschrieben haben, Anträge geschrieben haben.

00:06:14: Was wir jetzt bekommen, ist mal wieder ein Hotel.

00:06:17: Ein großes, luxuriöses Hotel, von den wir dringend so viele benötigen,

00:06:22: die

00:06:23: wohl für Investoren auch sehr interessant sind.

00:06:26: steuerrechtlich, steueroptimierungsmäßig.

00:06:29: Und wir bleiben da aber dran.

00:06:30: Das ganze Areal wird das Hotel nicht bebaut.

00:06:32: Das ist ein sehr großes, tiefes Areal wieder.

00:06:34: Das ist Karstraßecke, Dennis, ja genau.

00:06:37: Da werden wir weiter ein Auge drauf haben, aber das ist hier gar nicht weit weg von der Luftlinie her betrachtet.

00:06:42: Und ja, wir bleiben dran und schauen, dass wir dort eben auch andere Formen von Wohnraum wieder wieder schaffen, sondern überhaupt schaffen.

00:06:49: Genau, da ist eine Frage, sehe ich gerade.

00:06:51: Von einem Vorkaufsrecht kann man dann Gebrauch machen, wenn das Gebiet, in dem diese Flächen in der sogenannten Erhaltungssatzung liegt.

00:06:57: Es sind bestimmte geschützte Bereiche, in denen es Ziel und Zweck ist, dass man das angestammte Milieu, sei es Mieter, sei es aber auch Gewerbe, schützen kann.

00:07:05: Wir haben in der Maxvorstadt einige Gebiete, die Erhaltungssatzung sind.

00:07:09: Zum Beispiel in der Georgenstraße in St.

00:07:11: Benno.

00:07:12: Problem ist, Erhaltungssatzung wird man nur.

00:07:15: Ich glaube, es wurde in den Siebzigerjahren ziemlich angefangen

00:07:17: in München.

00:07:18: Zweiundsebzig.

00:07:19: Zweiundsebzig wird man nur, wenn man überhaupt erschützt, ins Wert gilt.

00:07:22: So, es war Schwabig und Maxvorstadt schon ... Spätestens in den Sechzigern teuer.

00:07:26: Und wir haben hier nicht so großflächige Gebiete, die als schützenswert gelten.

00:07:31: Problematisch ist außerdem, dass diese Erhaltungs- tatsungsgebiete immer wieder überprüft werden, ob das mit ihr immer noch schützenswert ist.

00:07:37: Und da wir eben Zuzug haben von Menschen, die keinen Problem haben, höhere Mieten zu zahlen, verändert sich die Bevölkerung natürlich.

00:07:45: Und dadurch fallen Gebiete dann irgendwann aus dieser Haltungssatzung raus.

00:07:49: Ein großes Problem ist, aus unserer Sicht da z.B.

00:07:51: auch die Dachgeschosse ausbauten, weil die Dachgeschosse werden nur so schicken Penthäusern ausgebaut.

00:07:57: Und das ganze Gebäude mag vielleicht noch schützenswert sein, aber der Mietpreis, der oben stattfindet und die Menschen, die dort einziehen, die gewissen socioeconomischen Hintergrund haben, machen das Ganze ziemlich kaputt.

00:08:08: Und hier gab es eben auch keine Haltungssatzung.

00:08:10: Vielleicht kurz zur Ergänzung mit dem Vorkaufsrecht.

00:08:12: Dieses Vorkaufsrecht kann man auch abwenden, wenn man bestimmte Dinge dann unterschreibt als Käufer.

00:08:18: Und die Stadt hat zumindest nach unserer Erfahrung bei allen Objekten, die wir in der Maxvorstadt gesehen haben, wo ein Vorkaufsrecht drauf

00:08:24: war,

00:08:25: nie Interesse gehabt.

00:08:26: Und das Argument, dass dahinter stand, war jedes Mal, dass es nicht wirtschaftlich zu betreiben ist.

00:08:30: Was dann doch erstaunlich ist, wenn man sieht, wie viele Immobilien spekulanten das anscheinend wirtschaftlich betreiben können.

00:08:36: Und die Stadt hat ja durchaus einen sehr viel längeren Horizont, in dem sie denken kann.

00:08:40: Das heißt, die kann ja auch sagen, es soll sich innerhalb von vierzig, fünfzig Jahren irgendwann mal amortisieren.

00:08:44: Das muss ich ja nicht in zehn, fünfzehn oder zwanzig Jahren amortisiert haben, das Objekt.

00:08:48: Aber wir schlagen es immer wieder vor, dass natürlich von dem Vorkaufsrecht Gebrauch gemacht werden soll.

00:08:52: Es wird nie gemacht.

00:08:53: Nicht ein einziges Mal.

00:08:54: Das ist ein absolutes Trauerspiel.

00:08:55: Gehst du auf die Änderungen noch ein, dieses Gaben-Nahhaltungssatz?

00:08:58: Tatsächlich ist es so, dass die Grundstücksbreite, die hier aufgerufen werden, so hoch sind, dass die Stadt, die auch an ein Wäschenschleuchkeitsgebot

00:09:04: gebunden

00:09:04: ist, da waren schon aus der EU-Recht nichts zu schlagen, kann in vielen Fällen hier in diesen extrem teuren Innenstadtquartieren.

00:09:10: Allerdings wurde jetzt die Erhaltung, die Anforderungen an diese sogenannte Aufwendungserklärung, die einen Investor unterschreiben muss.

00:09:17: Da war dann zum Beispiel, dass er eben nichts luxuriös sanieren darf.

00:09:21: Es durften nicht solche Dinge angebaut werden wie Fußbodenheizung, um eben, dass mit die Leute eine höhere Chance haben, nicht vertrieben zu werden.

00:09:27: Es durfte zehn Jahre lang keine Eigenbedarfskündigung gemacht werden.

00:09:30: Diese Anforderungen, die jetzt die Vermieter oder Investoren unterschreiben müssen, wurden massiv erhöht.

00:09:34: Also, man ist sehr, sehr verstärkt vor wenigen Monaten.

00:09:37: Die Folge ist jetzt schon

00:09:38: absehbar.

00:09:38: Viele Investoren sagen,

00:09:40: nee,

00:09:41: das wird jetzt für mich zu unwirtschaftlich.

00:09:43: diesem Objekt festzuhalten.

00:09:44: Und es gibt wohl eine signifikante Anzahl an Häusern, wo jetzt die Stadt des Vorkaufsrechts ausüben muss, weil der Investor zurückzieht.

00:09:54: Also wir hatten hier, so weit ich weiß, in der Max-Wahrstadt noch kein Objekt.

00:09:56: Aber ich hab das eben über den Stadtrat gehört und Parteiveranstaltungen, dass die jetzt in kurzer Zeit sehr viele Millionen und nicht um die zehn, sondern eine signifikante hohe Anzahl von Geldern ausgeben mussten, um Gebäude zu kaufen.

00:10:09: Betrifft natürlich auch anderer Stadtviertel, wo wir dann weniger mitbekommen.

00:10:12: und auch große Komplexe.

00:10:14: Aber

00:10:14: ich wollte auch noch was ergänzen.

00:10:16: Ich bin Mitarbeiterin der Stadt München.

00:10:17: Meine erste Stelle war im Wohnungsamt, da war ich genau für die Erhaltungssatzungen und die Zweckernfremdungssatzungen zuständig und hab dann eben erlebt, wie das so läuft.

00:10:25: Ein sehr wichtiger Aspekt, den wir noch nicht gesagt haben, also die Stadt, selbst wenn sie das Vorkaufsrecht nutzt, muss sie es danach wieder reprivatisieren.

00:10:32: Das heißt, es bleibt nicht im Besitz der Stadt, sondern sie muss es dann wieder weitergeben an jemand anders, der es dann betreibt und diese Abwendungserklärung unterschreibt.

00:10:40: Und

00:10:40: zu diesen Vorgaben, die es da gibt, was man alles nicht machen darf, Luxusanierung und so weiter.

00:10:45: Das sind Sachen, wie z.B.

00:10:46: im Bad darf kein Doppelwaschbecken sein, man darf keine Sauna einbauen.

00:10:50: Es gilt aber nicht, wenn der Eigentümer selber einzieht.

00:10:52: Dann darf er da machen, was er will.

00:10:53: Dann darf er sich den größten Luxus da reinbauen.

00:10:55: Dann muss er nur sieben Jahre selbst darin wohnen.

00:10:57: Das kann man locker absitzen.

00:10:59: Und auch sonst, diese Sachen, die kennen die Architekten natürlich, also ich hatte immer das Gefühl, dass ich da so ein bisschen wie Donkey-Shot gegen Windmühlen kämpfe, weil das Ganze doch relativ ein Papiertiger ist, diese Erhaltungssatzung.

00:11:27: Jetzt sollen sie quasi zurückfahren oder zurücklaufen Richtung Pinakotheken.

00:11:31: Folgen sie die Theresienstraße bis zur Ecke mit der Türkenstraße und biegen sie gleich links.

00:11:36: Folgen Sie jetzt die Türkeinstraße bis zum Hausnummer, zwanzfünfzig, vierundfünfzig, direkt gegenüber von Kaffeepuck und Zugfüll.

00:11:50: Da drüben, das ist unser nächstes Beispiel, das wir uns anschauen.

00:11:53: Die Türkenstraße, fifty-two und fifty-four, da tobt schon sehr lange ein Kampf zwischen den Bewohnern und dem

00:11:59: Investor.

00:12:00: In dem Haus wohnt auch Ali Mitkutsch, der ist bekannt, weil er diese Wimmelbilderbücher malt.

00:12:06: Und der wohnt da

00:12:07: auch noch,

00:12:08: kämpft auch schon sehr lange und wohnt da auch schon sehr lange.

00:12:10: Und deshalb freue ich mich sehr, dass er hier ist und uns auch etwas erzählen wird.

00:12:14: Ich würde Ihnen zuerst das Wort geben, am besten.

00:12:16: Ja,

00:12:17: grüß Gott.

00:12:18: Das Objekt, vor dem wir heute hat eine Geschichte, die inzwischen jetzt zwölfte Jahre geht.

00:12:23: Das Objekt hat eine Münster-Investoren-Gesellschaft, Braunweidinger, Leberfinger und so weiter, die mehr

00:12:30: hier

00:12:30: im Maxverstöße im südlichen Schwabing aber auch noch woanders besitzt, das Objekt für dreißig Millionen

00:12:37: erworben.

00:12:38: Wir haben unmittelbar darauf eine Miedergemeinschaft

00:12:40: gegründet.

00:12:41: Nach einem halben Jahr

00:12:43: war der Denkmalschutz

00:12:44: gefallen.

00:12:45: Mit Ausnahme des

00:12:46: Vorderhauses Vier und Fünfzig, obwohl im Jahr zwei Tausend und

00:12:50: Sieben ein Jahr danach

00:12:52: das vom Landesdenkmal am Terraus gegeben hat, der vom Landesdenkmal am Terraus gegebener Brand über die Denkmäler in Bayern erschienen ist, in den beiden Objekten noch als Denkmal geschützt aufgeführt werden.

00:13:04: Wir sind transmediegemeinschaft sehr schnell an die Öffentlichkeit

00:13:06: gegangen.

00:13:07: und haben auch Unterstützung der Minister Presse bekommen.

00:13:10: Wir hatten auf Vermittlung des Selbstausschusses, der sehr hilfreich war, der damalige eine Ausstellung in

00:13:16: der Galerie

00:13:18: in der Universität.

00:13:19: und Universitäts-U-Bahn-Hufe dazu führte, dass ich als preisrechtlich verantwortlicher mit missloser Kündigung bedroht worden bin.

00:13:27: Das ist natürlich so blödsinnig war.

00:13:29: Also wir haben dann mit der Presse besprochen, dass wir nicht, dass wir das tun, uns dabei aber fotografieren lassen und dieses Foto vergrößert in die Ausstellung ausrengen.

00:13:39: Der Schiffs ging nach hinten los für die entscheidige Straße werfen wollen.

00:13:43: Gut, wir hatten wie gesagt auch eine Unterschriftensammlung gemacht und dann zum bei den Pensionsabschluss des bayerischen Landtags mit dieser Unterschriftensammlung reinzugehen.

00:13:53: Die Unterschriftensammlung kam zu Stande, als wir das Haus der dafür

00:13:59: den Tag des offenen

00:14:00: Trinkenmots angemeldeten Taken und als wir die Leute dann reinführen wollten in den Hof.

00:14:06: Wir standen schwarzes

00:14:07: Scherefs vor der Tür

00:14:08: und haben uns das verwehrt,

00:14:10: die

00:14:10: von den Besitzern dort eingebracht wurden.

00:14:12: Als Reaktion darauf die Unterschriften-Sammlung, es fand dann eine über mehr Besitzungen sich erstreckende Anhörung im Pensionsausschuss des Bayerischen Landtags statt,

00:14:23: die

00:14:24: mit Gebiete um Wiedereinführung des Denkmalschutzes für die abgerissenen, für die abzureißenden Teile, die natürlich fruchtlos ausging, das bekannt daran war, dass der Vorsitzende des Petitionsausschusses identisch war mit dem Vorsitzenden des Denkmals Rats, nicht zu wechseln, mit dem Landesdenkmals Amt, das ist

00:14:45: eine Institution,

00:14:46: die das Gutachten gemacht hat.

00:14:49: Das ist die bayerische Variante der Gewaltenteilung.

00:14:53: Die Sache ging dann weiter.

00:14:55: Im Jahre zwei Jahrzehnte und siebzehn ist der Pavillon, der im Innenhof hier stand, abgerissen worden.

00:15:02: Und wir gehen davon aus, jetzt geht es also los mit dem Abbruch und durch den alten Besitzer werden.

00:15:06: mit dem Neubau beginnen.

00:15:08: Dem war aber nicht so.

00:15:09: Wir haben dann einen Schreiben bekommen, dass wir unsere Mieten künftig auf ein anderes Konto zahlen sollen, den nach den zehn Jahren, wo es dann keine Steuern mehr kostet, ist das Objekt weiterverkauft worden für Achtzig Millionen an eine Gesellschaft, die sich bekannterweise Treuhand GmbH, Bayern und Kuh nimmt.

00:15:27: Eine Tochter der österreichischen Reifeis.

00:15:29: Diese hat Auch wieder mit Hilfe des Landesdenkmalamts eine Vereinbarung gekippt, die es mit dem alten Besitzern auf Garten, nämlich die Fassade von Zweiundfünfzig, was zum Abrichtsbereich gehört, was hier direkt an das Sausalitus angeschlossen hat.

00:15:43: Die Fassade, die Historische zu erhalten.

00:15:45: Das Landesdenkmalamt hat abgelehnt mit dem Hinweis, dass das oberste Stockwerk das Dach war beschädigt, neu wieder aufgebaut worden ist.

00:15:52: Das hätte also die Denkmalwürdigkeit verändert.

00:15:54: Alles andere war aber noch Denkmal.

00:15:55: Gut.

00:15:56: Im Februar wurde mit dem Abrissarbeiten begonnen.

00:15:59: Jetzt ist der oberirdische Abriss fertig.

00:16:02: Der sehr professionell durchgeführt worden ist, das muss man sagen.

00:16:05: Also der Backerführer, der diesen Abriss macht.

00:16:08: Kennt sein Geschäft und weiß, wie man so was tut.

00:16:10: Er hat wie für mich so ein Gespräch mitgeteilt.

00:16:12: Das Haus hat noch gute Hunde, die aufgestompen.

00:16:14: Aber das noch ja auch so lange stehen wird, wissen wir nicht.

00:16:17: Aus den Plänen, die im Internet zu sehen sind, geht hervor, dass innen der übliche Investoren schon gebaut wird,

00:16:24: also diese

00:16:25: Wasserversagen

00:16:26: mit Glas und oben noch ein bisschen

00:16:27: was drauf aufs Dach.

00:16:29: Die Fassade macht ein anderes Büro, die soll so ein bisschen das alte wiederholen.

00:16:34: Man hätte ja das alte stehen lassen können, aber da wird halt so ein Fake hingestellt.

00:16:38: Jetzt müssen auch das können Sie dann sehen, wenn Sie weiter vorgehen, dieser Schuttberg abgetragen werden und dann geht es weiter mit dem Tiefbau.

00:16:45: Denn das soll eine Tiefparrage entstehen.

00:16:48: Ich sehe immer noch die Rede von einer zweistätigen, ich weiß nicht, ob das durch ist.

00:16:51: Aber die Lernbelästigungen werden dann vermutlich noch schlimmer werden, wenn mich den Rahmen in die Tiefe gegangen wird.

00:16:58: Das wird dann angeblich Ende des Jahres fertig sein und dann wird halt in den nächsten zwei Jahren ungefähr das entstehen, was der Spekulant würde ich mal lieber nennen, statt Investor gerne hätte.

00:17:11: So viel von meiner Seite.

00:17:12: Danke.

00:17:13: Vielen Dank, Herr Ott.

00:17:14: Vielleicht auch noch mal von unserer Seite zu.

00:17:16: bleiben wir erst noch mal bei den Häusern.

00:17:18: Zweiundfünfzig, Vierundfünfzig, also das, was schon abgerissen ist.

00:17:21: Also

00:17:21: von unserer Seite, was wir da vom Bezirksausschuss mitgekriegt haben, war natürlich jetzt nicht die ganze Geschichte, die Herr Ott erzählen konnte in Bezug auch auf die Mieter, was aber vor allem einfach mal ein wirkliches Trauerspiel ist.

00:17:33: Wir haben ganz oft das Argument, wenn Häuser abgerissen werden, dass hier ja einfach auch viele Nachkriegsbauten stehen und dass das ja eh kein so hübsches Haus war.

00:17:41: Das ist natürlich mal ein einfaches.

00:17:44: Das sehen wir auch natürlich hier bei der Fünfzig.

00:17:45: Man kann sich darüber streiten.

00:17:46: Das ist vielleicht nicht das hübscheste Gebäude.

00:17:48: Fakt ist, da wohnen Menschen drin.

00:17:50: Sobald ich im Haus abreiß, wohnen die da nicht mehr drin.

00:17:52: Und die werden da hinterher auch mit Sicherheit nicht wieder einziehen.

00:17:55: Weil das, was da neu gebaut wird, wird nicht das sein, was sie sich vorher leisten konnten.

00:17:58: Hier haben wir aber noch nicht mal dieses Argument gehabt.

00:18:01: Wir hatten zwei Häuser, die wunderschön zusammengepasst haben.

00:18:03: Die zwei Fassaden hatten die auch wirklich in dieser Straße durchaus ein gewisses Bild verkörpert haben.

00:18:08: Und selbst da wird dann gesagt, nee, das kann einfach so abgerissen werden.

00:18:12: Für denjenigen, der hier baut, ist es natürlich viel schöner.

00:18:14: Er hat eine Schneise von vorne nach hinten durch.

00:18:16: Das ist eigentlich mit der Hauptgrund, warum man so ein Haus mit abreißen will.

00:18:20: Abgesehen davon, dass man auch wieder die Mieter los wird, die da mal drin waren.

00:18:23: Das wird dann alles platt gemacht.

00:18:24: Und wir haben es versucht mit einem Instrument.

00:18:27: Das hätte sogar einen Namen, das nennt sich Städtebaulicherhaltungssatzung.

00:18:31: Das wird in München nicht genutzt bisher.

00:18:34: Andere Großstädte

00:18:34: können

00:18:35: das, wo man nämlich einfach sagt, es gibt.

00:18:38: An gewissen Grund auch ein Charakter

00:18:40: von

00:18:40: Straßenzügen in seiner Optik zu erhalten.

00:18:43: Und da haben wir dann was, was noch mal anders als der Denkmalschutz wirken kann.

00:18:46: Und da würden sich tatsächlich in München einige Straßen, auch gerade hier in der Türkenstraße, einiges für anbieten.

00:18:51: Und da sind wir zurzeit dran, dass wir dafür versuchen zu kämpfen, dass dieses Stadt endlich dieses Instrument auch mal in die Hand nimmt, weil man darüber mehr Möglichkeiten hätte, auch Häuser, auch Fassaden zu schützen, wo man jetzt vielleicht nicht sofort sagt, nee, das ist das hübscheste Haus der Welt oder das hat einen besonderen Charme, sondern es gehört vielleicht einfach in dieses Ensemble mit

00:19:09: rein, in dieses

00:19:10: Zusammenspiel von Häusern.

00:19:11: Und der Hintergrund ist der, dass es gar nicht darum geht, dass wir nicht sagen, klar, ab und an muss auch mal ein Haus neu gebaut werden.

00:19:16: Aber wie wir eben schon gehört haben, das Haus hätte vielleicht hundert Jahre noch gehalten.

00:19:20: Wir müssen die Zyklen nicht unnötig verkürzen.

00:19:22: Dass es mal eins gibt, wird es wirklich verfällt und was neu gemacht werden muss, gar keine Frage.

00:19:26: Aber in der Häufigkeit, in der wir zur Zartabrisse hier sehen, das hat nichts damit zu tun, dass hier wirklich Neuerungen notwendig sind, sondern das hat ganz gezielt damit zu tun, dass es schöner ist, wenn ich... einfacher für den Bauträger und für den Eigentümer ist, wenn ich das Ganze abreiß, so ein Neubau.

00:19:40: Und ein neues schönes Beispiel dafür ist dann gleich in der Überleitung, das Haus direkt daneben.

00:19:45: Das würde nämlich hier weitergehen.

00:19:46: Auch hierfür gibt es bereits einen Bauantrag für die Nummer fünfzig.

00:19:49: Das ist auch ein ähnlich, Sie sehen das nach hinten raus, ein riesiges Areal, das weit in den Hinterhof reingeht, wo unglaublich viele Mietparteien drin sind.

00:19:57: Die Katharina hat sich da auch

00:19:58: schon bemüht, die Miete entsprechend zu

00:20:00: mobilisieren in dem Rahmen, in dem man das machen kann.

00:20:02: Deswegen übergebe ich jetzt hier nochmal kurz an Sie zum Haus Nummer fünfzig.

00:20:06: Genau, ich habe hier eine Hausnummer fünftig.

00:20:08: Ich bin folgendermaßen vorgegangen.

00:20:09: Wir haben gesehen, dass ein Bauantrag im Bezugsausschuss

00:20:11: eingereicht wurde.

00:20:13: Es

00:20:13: gab vorher auch schon Mieter, die Sorge

00:20:15: hatten, dass da was passieren könnte.

00:20:16: Man merkt, dass die Mieter schon

00:20:17: nervös werden, wenn eine Nachbarschaft schon was abgerissen

00:20:19: wird.

00:20:20: Und die haben

00:20:20: das wirklich unständig, also mich zumindest, haben sie ständig kontaktiert.

00:20:23: Haben sie ein Auge drauf, haben sie ein Auge drauf, wenn bei uns was passiert.

00:20:26: Und es war dann auch so, es kam eine Bauantrag für die Türkenstraße fünftig

00:20:30: rein.

00:20:30: Und ich habe dann wenige

00:20:31: Tage später dann auch schon einen Entwurf verfaßt und habe alle Mieter informiert.

00:20:35: Das ist immer so ein bisschen zweischneidig, weil die wissen ja noch gar nichts davon.

00:20:38: Und ich muss das ihnen dann, oder entscheide

00:20:40: mich dazu, ihnen diese Botschaft zu überbringen.

00:20:43: Die haben dann vielleicht wenige Wochen, wenige Ruhe, aber ich finde es ganz wichtig, die Miete vorzeitig zu informieren, damit die eine sogenannte Mietergemeinschaft

00:20:51: gründen können.

00:20:51: Ich habe dann eingeladen in so Bögelbüro, alle Mieter und tatsächlich

00:20:55: das Konzept

00:20:56: vor, weil normalerweise informiert man sich erst im ersten

00:20:58: Termin, haben die fünfzig Personen an diesem Mittag dann an die Mietergemeinschaft sehr spontan gegründet, haben so Ich

00:21:07: hoffe, das

00:21:07: bleibt dabei.

00:21:08: Wir haben die Erfahrung gemacht, dass,

00:21:10: wenn so was mal zehn Jahre,

00:21:12: fünfzehn Jahre lang geht,

00:21:13: dass man, das ist einfach eine Nervenzehrt, wenn man in so einem Objekt wohnt, wo ständig irgendwelche Handwerkstermine dann auch auf einen zukommen.

00:21:20: Aber wir sind da nach wie vor nach Gründung an der Mietegemeinschaft

00:21:23: für die Miete ansprechbar als Bezirkserschuss, bzw.

00:21:26: als Mietebeirätin im Besonderen und versuchen dort auch, eine emotionale Unterstützung zu geben, weil rechtlich

00:21:33: können wir... wenig

00:21:34: tun,

00:21:34: zumal wir auch gar nicht die Rechtsberatung

00:21:36: vornehmen dürfen.

00:21:37: Dann noch einmal ergänzen, du hast gerade schon erwähnt, dass wir Bezirksausschuss versucht haben hier diese Assambe- oder Straßenbild zu schützen und es wurde abgelehnt.

00:21:47: Daraufhin haben wir

00:21:49: noch

00:21:49: eine Stufe gezündet, das war ein Antrag, den ich und die SPD damals dann gestellt haben, einstimmig beschlossen wurde im Bezirksausschuss die gesamte Türkenstraße unter Denkmarschutz zu stellen.

00:21:57: Das ist hier ja einfach

00:21:58: auch eine sehr

00:21:58: geschichtstrechtige

00:21:59: Straße, vom

00:22:00: Reiterregiment da

00:22:01: vorne, bis

00:22:03: zum Nationalsozialismus

00:22:04: über

00:22:05: die Studentenrevolten

00:22:06: bis

00:22:06: heute diesem unglaublichen

00:22:08: Melting-Pott einig, zwischen Kultur

00:22:10: und

00:22:11: alteingesessenen Bürgern und Kunst mit der Kunstakademie vorne.

00:22:14: Es wurde von

00:22:15: der Bayerischen

00:22:16: Denkmalschutzbehörde Brüsk.

00:22:18: zurückgewiesen, regelrecht beleidigend entgegengeschleudert, was uns eigentlich Einfalle der Denkmalschutz ist, nicht dazu da, Erhaltung

00:22:26: von Milieu zu betreiben.

00:22:28: Also dieser Wortlaut, das war regelrecht hingespuckt, solche

00:22:31: Berichte bekommen wir selten.

00:22:32: Das war Wahnsinn.

00:22:34: Selbst dieses Mittel wurde uns verwehrt, in dem Fall dann nicht von der Stadt, sondern von der Landesdenkmalschutz, was sehr frustrierend

00:22:41: ist.

00:22:42: Die Türkenstraße ist regelrecht ein Hotspot in der Max-Vorstadt.

00:22:45: Also wir laufen hier noch mehrere adressen wo wir vorbeikommen werden auch abbruch bauten sein.

00:22:51: ja es ist sehr sehr traurig wieder wirklich eine die

00:22:55: ganze Stadt irgendwie weggewischt wird.

00:22:57: Weil

00:22:57: man darf ja nicht sehen, dass in diesen Häusern zwei, drei Parteien wohnt, sondern es sind jetzt tatsächlich fünfzig Parteien und mehr.

00:23:02: Das Gedrückgebäude ist es wirklich sehr traurig.

00:23:05: Ich möchte dann weitergeben an eine Ort.

00:23:07: Ja, ich darf noch mal drücken, was wir machen zu dem letzten Teil hin, weil das Land des Denkmalamts ist einfach falsch, er ist gelogen.

00:23:13: Es kam in den siebziger Jahren eine internationale Denkmalschützerkonferenz in Benitich.

00:23:17: Dort wurde ein sehr umfangreiches Protokoll erstellt, das definiert, was ein schützenswertes Objekt ist, ein schützenswertes Objekt ist.

00:23:24: Das, wie es dort heißt, wirklich

00:23:25: seine Geschichte abbildet.

00:23:27: Also auch Veränderungen.

00:23:29: Muss Ihnen das nicht eigens sagen, über diese Stadt hat sich ein Krieg gezogen, den man selber angezettelt hat und mit diesem Krieg sind einige Gebäude in der Innenstadt vielleicht achtzig Prozent geringer oder weniger stark oder auch ganz stark beschädigt worden.

00:23:41: Hier zum Beispiel bei zweiundfünfzig vor der Haus ist das Dachgeschoss ausgebrannt und das wurde dann mit den geringen Mitteln, die man in den früheren Fünfzigern hatten, etwas vereinfacht wieder errichtet.

00:23:52: Das aber hat dazu geführt, dass das Gebäude angeblich

00:23:55: nicht mehr denkmalgeschützt

00:23:56: sei.

00:23:57: Man könnte mit der Eirische Landesdenkmal argumentiert so, dass ein schützenswertes Objekt eines ist,

00:24:02: das den Bauzustand

00:24:03: zur Zeit seiner Erbauung vorstellt.

00:24:06: Das ist ganz einfach falsch.

00:24:07: Man könnte mit dem Argument natürlich auch die alte Pinakothek abreißen, die so hohlklemse als auch

00:24:12: Dölgerst

00:24:13: ist.

00:24:13: Das nur als Bemähung dazu.

00:24:15: Also man stellt sich hier den Spekulanten an die Seite oder

00:24:19: zur Verfügung,

00:24:20: würde ich mal sagen, in einer Weise.

00:24:22: die eine Entschuldigung zum

00:24:24: Konsum bringen.

00:24:24: Habt ihr noch irgendwas?

00:24:26: Ja?

00:24:26: Zum Thema Mieter in den bestehenden Häusern, vielleicht hat's der Hort auch schon gesagt, die erste Frage wäre, welche rechtlichen Möglichkeiten gibt es, die Mieter dann rauszukriegen, legal?

00:24:35: Oder zweitens, versucht man einfach durch Anheben der Unzumutbarkeiten die Leute rauszuregeln.

00:24:40: Egal, legal kann man natürlich jedem Angebot machen.

00:24:43: Also das ist ganz, ganz klassisch.

00:24:45: Man kann natürlich auch ganz normal schauen, ob es eine Kündigungsmöglichkeit gibt, was wir zur Zeit auch ganz, ganz viel sehen und das kommt mir ehrlich gesagt zu oft vor.

00:24:54: Ist jetzt rein subjektiv, aber ist das Instrument der Selbstnutzung, der Eigennutzung, die da

00:24:59: angebracht

00:25:00: wird, dass man halt versucht darüber, dann hat man Kinder, man hat Enkelkinder, man hat noch weitere Verwandte, die jetzt ganz plötzlich da ganz dringend überall einziehen wollen.

00:25:08: Da ist der Stadt mittlerweile auch schon bewusst, dass das anscheinend nicht immerhin kommt.

00:25:11: Und ansonsten ist natürlich dieses Zermürben ist schon ein Instrument.

00:25:15: Also da ist dann mal eine Zeit lang das Wasser abgestellt und dann kommen eben Leute vorbei und also der Baulärm hier wird jetzt auch nicht ganz unerheblich gewesen sein.

00:25:22: Abgesehen davon, dass solche Wände, wie das, was jetzt hier noch steht, das ist ja

00:25:25: das ist

00:25:26: ja eigentlich keine Außenwand.

00:25:27: Also das sind dann auch so Punkte und kommen vielleicht Feuchtigkeit rein, dann hat man damit zu kämpfen.

00:25:31: Dann weiß man ja auch gar nicht, wie lange zieht sich das hier so noch.

00:25:33: eine mehrstöckige Tiefgarage drunter kommen.

00:25:35: Da kommen dann diese Riesenstemmen und hemmernen Boden und wir sind Lärm in der Stadt gewohnt.

00:25:40: Ein Stück Lärm müssen wir alle aushalten, auch wenn gegenüber gebaut wird.

00:25:42: Aber das ist dann schon Ausmaße, das zermirbt die Leute.

00:25:46: Und wenn man dann eine Chance hat, vielleicht wegzuziehen, vielleicht wohnen auch ein paar Studierende drin, die wollen dann eh noch mal raus.

00:25:51: Dann werden es immer weniger und weniger und irgendwann lösen sich diese Parteien natürlich auch auf.

00:25:55: Es ist schon gut, wenn am Anfang eine wirklich kritische Masse an Leuten da ist, damit man eine Chance hat, eben auch gerade mit

00:26:00: so einer Mietergemeinschaft

00:26:01: dann dran zu bleiben.

00:26:02: Weil die dünnt sich natürlich auf natürliche Art und Weise in der Regel leider aus.

00:26:06: Und ich kann es verstehen.

00:26:07: Also man kann den Leuten da wenig Vorwurf draus machen, aber eigentlich müssten man drum kämpfen.

00:26:11: Aber eine Sache muss ich doch noch sagen, also legale Mittel gibt es nicht viele.

00:26:15: Es gibt den Artenbedarf und es gibt eine... Möglichkeit, wenn an die Miete nicht bezahlt wird.

00:26:21: Und was aber Investoren probieren, wie es ja auch beim Heropt probiert würde, wenn man sich sozusagen unehrenhaft verhält, indem man zum Beispiel öffentlich seinen Vermieter oder sein Investor anprangert,

00:26:31: indem

00:26:31: man in die Presse geht und auf Missstände hinweist.

00:26:34: Das sind alles keine Kündigungsgründe und das beleuen wir unseren Mietegemeinschaft noch immer ein.

00:26:38: Man kann euch nicht einfach aus einer Wohnung kündigen.

00:26:41: Und das ist mir wirklich wichtig, dass auch ihr das so bitte auch weiter verbreitet werden.

00:26:45: Da darf man keine Angst haben.

00:26:46: Es ist sehr weit verbreitet und regelrecht Angst zu haben vor seinen Vermieter, weil man dann immer darauf Angst hat, dass man gekündigt wird.

00:26:51: Dafür gibt es einfach keine rechtliche

00:26:52: Grundlage.

00:26:53: Sondern eigentlich nur Eigenbedarf.

00:26:55: Und

00:26:55: wenn eine Miete über, ich glaube, zwei oder drei Monate nicht bezahlt wird.

00:27:00: Das in meiner Erinnerung behalten.

00:27:01: Also wir haben einen Termin jetzt an der Ecke Schellingsstraße Türken.

00:27:04: Das tut mir sehr leid, dass dieser

00:27:06: Lautsprecher immer so fiebt.

00:27:07: Aber ich glaube, trotzdem ist es mit Lautsprecher immer

00:27:09: noch besser, weil ich ja auch das Vorbereih fahre.

00:27:11: Da gehen wir jetzt hin

00:27:12: und versuchen den Antiquat, der uns dann was erzählen wird.

00:27:18: Sie können die Türkenstraße weiter folgen und gleich rechts biegen in der Schellingstraße.

00:27:23: Das Santiquariat Kitzinger liegt in der Schellingstraße, siebenundzwanzig.

00:27:32: Hey Kamen.

00:27:34: Grüß dich.

00:27:35: Nach wie geht's?

00:27:36: Alles gut.

00:27:37: Es geht so, ja?

00:27:38: Alle rein.

00:27:38: Wir sind viele.

00:27:39: Wir laden

00:27:39: dich aus allen

00:27:40: Endplätzen.

00:27:40: Hallo.

00:27:46: Wir freuen uns ja, dass der Herr Kitzinger uns in seinem Antiquariat empfängt.

00:27:50: Das hier ist jetzt ein Beispiel, was passiert, wenn man erbt und wie sich dann Mietergemeinschaften versuchen zu werden, mehr oder weniger erfolgreich.

00:27:58: Und ich würde einfach Ihnen mal das Wort übergeben, erzählen Sie mal die Geschichte, was ist denn hier passiert mit diesem Haut?

00:28:03: Dieses Haus gehört ja schon immer, der Bäckerfamilie ist raus.

00:28:06: Die hat ihre Bäckerei und die Backstube im Nebenhaus, im Hof hinten im Keller war die Backstube.

00:28:14: Rückgebäude haben die Bäckergesellen gehaust, gelebt.

00:28:18: Der letzte Strauß war ein... ja, ich will mich zu drei treten, ist auch schon tot.

00:28:23: Bis sie verklemmt, kränklicher, alter Mann, dem das alles zu viel geworden hat, ich habe mit einem Immobilienbesitz.

00:28:28: Der hat an Haus nichts gemacht, hat aber auch keine Mieten erhöht, war eigentlich immer sehr anständig und bescheidener, älterer Herr.

00:28:36: Eines Tages ist der Türkenstraße sixty-sechzig, wo jetzt das vietnamesische Lokal ist.

00:28:40: Eine Boutique eingezogen mit zwei jungen halbwegs attraktiven Damen, die sich den Herrn Strauß gleich unter Nagel gerissen haben.

00:28:49: Der war einsam, die haben ihn bezirzt und ja, der Strauß hier, der Strauß da.

00:28:53: Sind dann auch gleich noch beide mit einer Wohnung im Haus eingezogen und haben nie einen Setmark oder das Euro mit bezahlt.

00:29:01: Haben sich dann zum Schluss ging es dann daraus und auch, dass sie generalvoll macht hatten für alles.

00:29:05: Und sie haben die Häuser dann geerbt.

00:29:07: Kaum war der Herr Strauss und der Erde.

00:29:08: Die Beerdigung war auch sehr schön, mit künstlichen Tränen und so weiter.

00:29:11: Und Wein krempfen.

00:29:13: Wurde das Haus verkauft, die waren weg.

00:29:15: Und wir hatten dann irgendwann mal ein Schreiben von einem neuen Besitzer.

00:29:19: Hinter hintenrum haben wir dann auch erfahren, dass gegenüber, wo jetzt die Presse die Pferde ist.

00:29:24: Weil früher die Hypobank, wo der Herr Strauss seine Konten hatte.

00:29:27: Und eine ehemalige Angestellte von dort, hat man dann eben gesagt, kaum waren die Mieten am Monats ersten auf dem Konto, waren sie schon wieder weg.

00:29:35: Die Mieteinnahmen waren auch verpfändet über mehrere Monate.

00:29:38: Die haben alles geplündert, ja.

00:29:39: Der musste die Hausmeisterin um Geld am Battle nur mit den Kaminkehrer zahlen konnte.

00:29:44: Der hat nur fünfzig Euro Taschengeld gekriegt und das war's.

00:29:47: Also, älterweise, Herrin, bitte fernhalten von jungen attraktiven Damen.

00:29:52: Gut, dass das ausverkauft worden ist, wussten wir nicht.

00:29:56: Das war schon im Juni, Juli, siebzehn.

00:29:59: Die Mieten sind beide aufs alte Konto gegangen.

00:30:02: Und irgendwann mal... Ich glaube, die Dezember-Miete kam dann zurück von der Sparkasse.

00:30:06: Man soll doch bitte auf das richtige Konto überweisen.

00:30:08: Dieses Konto existiert nicht mehr.

00:30:10: Daraufhin kam ein Schreiben von der Omega.

00:30:13: Ja, dass sie es die neuen Hausbesitzer sind und dass sich für uns nichts ändert, alle Mitverträge bleiben bestehen und neue Bankverbindungen.

00:30:20: Schön und gut, dass außen dann auch Leute rum, gab es einen Ansprechpartner.

00:30:24: Wie immer tut freundlich seriös, ihr eignet schwarzes Schafer.

00:30:27: Wir doch nicht, wir sind die Lieben.

00:30:29: Sie haben nichts zu befürchten.

00:30:31: Im ersten Februar, im Jahr zwei Tausend, sind in den Morgenstunden, oder früher Vormittag, achtzig Bauarbeiter hier in die drei Häuser eingedrungen.

00:30:41: Also das hat eingedrungen, sind halt hier angetreten und haben alles entfernt, was alt war, sprich die Treppenhäuser, die Fenster, zwar ein Bleiverglas, die Fenster, schön, alles weg.

00:30:51: Und durch Provisorien ersetzt.

00:30:53: im Hof hinten gab es eine Glas-Eisen-Konstruktion, die war dazu da, dass das Mehl nicht nass wurde.

00:30:58: Wenn es runter das wird wieder in die Bäcker gesehen.

00:31:00: Toppenfußes in die Backstube gehen konnten damals, als die hier noch gebacken wurde.

00:31:05: Auch das ist alles weg.

00:31:06: Habe ich geschrieben, ja was soll das?

00:31:07: Ja, das sind Notstandsmaßnahmen, weil das nämlich alles nicht die Treppenhäuser nicht feuerfest gewesen wären und der Brandschutz hätte das gefordert.

00:31:17: Jetzt ist seit diesem Tag sind da Provisorien drin, die noch viel brandgefährlicher sind.

00:31:22: Und ja, es wird nichts gemacht.

00:31:25: Dann gab es ein Bußgeld natürlich.

00:31:26: Ja, das ist nur zulässig, wenn hier Baumaßnahmen stattfinden.

00:31:30: Da ging dann ein Männchen ein paar Tage durch die Häuser und hat ein bisschen gestrichen und alten Blättern den Putz abgekratzt und ein paar Farbklexe verteilt.

00:31:39: Die Leiter, die jetzt in Teil benutzt hat, standen halbes Jahr im zweiten Stock oben.

00:31:44: Gut, die Wohnungen standen alle leer.

00:31:46: Jetzt sind in zwei Wohnungen in der Schelling-Siemundzwanzig Arbeiter eingezogen und einer der sich als Kapo bezeichnet oder der der Kapo ist, damit halt kein Wohnungslehrstand ist.

00:31:59: Und ich habe einen Schreiben gekriegt, das mit mir über die Ladenmiete sprechen möchten.

00:32:05: Damit ist mein Wunderpunkt sozusagen, weil ich kann als Buchhändler die Gefahr.

00:32:09: In der heutigen Zeit kann ich keinen Cent Mieterhöhung verkraften.

00:32:12: Das trägt der Laden nicht.

00:32:14: Jetzt gibt es Natürlich verschiedene Möglichkeiten.

00:32:17: Erstens, dass sie ein bisschen auf den Putz hauen wollen und Angst in Schrecken verbreiten.

00:32:20: Möglichkeit B ist, dass sie tatsächlich die Miete erhöhen wollen und den Laden dann... leer stehen lassen wollen, dass sie hier in diesem Haus stellen, den ersten Fuß in der Tür haben, den ersten Leerstund, und dann den Laden ein paar Jahre leer stehen lassen, bis sie abreißen können.

00:32:34: Oder dass sie tatsächlich noch mehr besprechen wollen, weil ich muss natürlich auch sagen, durch die Baumaßnahmen ist auch mein Lager nicht mehr oder noch sehr schwer benutzt, weil ich es jetzt feuchtel, weil ich nicht mehr lüften kann, wegen Ungeziefer und weil statt der Graskonstruktion, wo Licht und Luft hier ist ein Deckel drauf.

00:32:50: Da kommt keine frische Luft mehr.

00:32:52: Wenn es da jetzt regnet, dann tropft das Wasser runter und es bleibt, auch wenn sonst die Sonne scheint, da zwei, drei Wochen stehen.

00:32:59: Dementsprechend ist das Mikro-Cleaner dort und bei mir schimmelt es dann.

00:33:02: Da kann ich doch nicht sagen, ja ok, ich denke drüber nach, mit euch zu verhandeln, wenn da erstmal dies und das und das gemacht wird, ja, und meine, meine Videobjekte, die wir da genutzt werden.

00:33:12: Also ihr wer es mal in Anwalt vorgeschickt, der soll mal fragen, was die überhaupt wollen, dann sehen wir weiter, das kostet nicht Geld, aber dann wissen die schon mal, dass sie hier nicht mit mir gerade zum Ausspielen können.

00:33:22: Wohnen Sie auch hier in

00:33:23: dem Haus?

00:33:24: Und

00:33:24: wer holt hier sonst noch?

00:33:26: Verbünden Sie sich irgendwie?

00:33:28: Also wir haben, wir sind natürlich verbündet, wir halten uns auf dem Laufen hin, wenn was passiert.

00:33:33: Ein Meter von der Schelling, siebenundzwanzig, haben wir ganz naiv, bei der Stadt angefragt, ob sie was wüssten und was es da eigentlich ist mit den Häusern.

00:33:41: Hätte ich also dumm gestellt, kam dann ein Schrieb vom Büro Reiter zurück und da stand drin, dass da stattlich diese Vorgänge hier bekannt sind, dass die Omega-Abriss-Antrag gestellt hat, die wurde abgelehnt, dagegen wird es prozessiert.

00:33:52: Sie prozessieren auch dagegen, dass sie Gutsgilder bezahlen müssen für die Treppenhäuser.

00:33:56: Das sind laufende Verfahren.

00:33:58: Herr Gitzinger, war es nicht auch so, habe ich so eine Erinnerung, dass diese Treppenhäuser, die wirklich wunderschön und schmiedereisend waren, einfach rausgeflext wurden, in den Innenhof geworfen wurden, dass es nicht passiert, jetzt zwei, drei Tage bevor hier der Denkmarschütze durchgehen

00:34:13: soll und zu berufen.

00:34:13: Genau, das kann ich noch erwähnen.

00:34:15: Also diese Rausreißaktion, die war quasi zu dem Termin, an dem die Begehung mit dem Denkmalschutz hätte stattfinden sollen.

00:34:24: Die Omega hat den Denkmalschutz vorher mitgeteilt.

00:34:27: Sie würden diesen Begehungstermin gerne verlegen, weil der Chef in Urlaub möchte und die möchte persönlich natürlich gerne mit dem Denkmalschutz da mitgehen.

00:34:35: Wo Kamer hat der Denkmalschutz gesagt, ja, kein Problem, machen wir.

00:34:40: Wenn es ein paar Wochen später ist, ist schon okay.

00:34:41: Kamer haben sich den Schrieb gehabt, kamen die Bauarbeiter.

00:34:44: Der Denkmalschutz hat dann eine kleinere Tourkutsche zumindest machen.

00:34:48: Können, indem man damit die Holzversade, die mir auch nicht gehört, aber zu meinem Laden gehört, nicht.

00:34:53: auch über die Jahrzehnte, haben wir den immer selber gepflegt.

00:34:56: Ich habe es vor ein paar Jahren für teuer Geld renovieren lassen und Denkmalschutz gestellt hat.

00:35:00: Also da haben sie wieder ein bisschen ärger bei der Omega, aber das hilft mir auch nichts, weil die Versade gehört mir ja nicht, wie mit der Laden auch nicht gehört.

00:35:07: Ich kümmere mich nur darum.

00:35:11: Ja

00:35:11: genau, also Bezirksverschuss muss ich Und da, namentlich die Frau Kürtler, muss ich sehr loben, die ist von der CSU.

00:35:20: Aber das ist meine Lieblingsschwarze.

00:35:24: Da gibt es nicht viele, aber die hängt sich richtig rein.

00:35:26: Und der ist mir wirklich sehr zu dankverpflichtet.

00:35:30: Es ist wirklich

00:35:30: der Wahnsinn.

00:35:31: Ich

00:35:31: meine, wenn man sich anguckt, wie groß das Areal ist

00:35:33: und wie viele Mieter hier drin

00:35:34: sind, ich glaube, es gab auch noch

00:35:36: ein paar Vorkommnisse in

00:35:37: Bezug auf die Dachböden, die früher mit genutzt werden konnten, wo dann auf einmal Dinge weg waren, wo es dann offen

00:35:45: standen

00:35:46: oder so Geschichten.

00:35:47: Also

00:35:47: das ist schon wirklich im kriminellen Bereich, aber wahnsinnig schwer nachweisbar.

00:35:50: Was ist das für ein Firma?

00:35:51: Das ist eine AG und wie bei diesen ganzen aus steuerlichen Gründen eine AG.

00:35:56: Da gibt es einen Geschäftsführer, der heißt Reinhold.

00:35:59: Er tut den ganz Deutschland GmbHs Gründen, um irgendwelche Immobilien zu verwerten.

00:36:05: Die Omega AG hat seit Neuestem Sind Sie umgezogen von der Friedrichstraße in Kunstblock in der Ottostraße?

00:36:12: Haben Sie einen Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag mit einer Private Equity-Tochter von der Sparkasse Bremen?

00:36:19: Das steht ganz offen abrufbar.

00:36:22: Und Sie haben auch ein Haus gekauft in der Wilhelmstraße vor einiger Zeit.

00:36:26: Da ist der Gewerbemieter heraus.

00:36:28: Da wird auch gesprochen, dass es abgerissen und neu gebaut werden soll.

00:36:32: Das steht aber, ist aber Ensembleschutz dieses Haus.

00:36:35: Und da haben sie es auch frisches Geld gebraucht.

00:36:39: Und da machen sie es dann mit Crowdinvesting, also export.de.

00:36:42: Die vermitteln so, ja, Kleinanleger, kann ich mich an irgendwelchen Immobilien oder bei irgendwelchen Bauträgern nachrangig beteiligen und soll dann sechs Prozent Zinsen im Jahr kriegen.

00:36:51: Das läuft aber dann nur zwischen dem halben und zwei Jahren, glaube ich, das Prinzip.

00:36:57: Also es scheint nicht ganz rund zu laufen oder es läuft super gut.

00:37:00: Das weiß ich nicht.

00:37:04: Also, den Laden habe ich nicht, aber die Familie ist seit eighteen zweihundzeig.

00:37:10: Mein Mietvertrag läuft auf dem Papier bis Ende vierundzwanzig.

00:37:14: Und also mein Sohn macht es nicht.

00:37:17: Das heißt, ich bin der letzte Kitzinger, der es macht.

00:37:19: Wenn der Laden in Zukunft haben sollte, dann... Mache ich es halt gewiss meinen Leuten.

00:37:24: Darf ich da noch ein paar Bemerkungen dazu machen?

00:37:26: Ja.

00:37:26: Ich meine auch, was die schrägen in die Öffentlichkeit angeht.

00:37:30: Das Antiquariate-Kitzinger ist ja nicht nur irgendein Antiquariate.

00:37:33: Das ist in München eines der Antiquariate und das nicht nur hier, sondern international.

00:37:38: Also der Direktor des Arte-Institutes in Princeton kauft hier ein und so weiter.

00:37:44: Wir könnten also wirklich auch mal an die Öffentlichkeit gehen mit einer Unterschriften-Sommelung von diesen Leuten.

00:37:49: Ich habe zu einigen Konter und da war es was klar machen, um was es hier geht.

00:37:53: Das ist eine kulturelle Einrichtung in Mönchen, die ihresgleichen sucht.

00:37:57: Und die kann man nicht einfach schreitern nicht.

00:37:59: Liebe Herr Ott, ihr wart in allen Ehren, aber erstens geht es dem stationären Einzelhandel und dem Buchhandel im Besonderen sowieso schlecht.

00:38:07: Das ist eigentlich schon eine obsolete Institution.

00:38:11: Und es geht nicht um mich oder das Antiquariatsern.

00:38:16: Es geht Eigentlich um die Leute, die da wohnen.

00:38:19: Weil ein Laden, da kannst du wahnsinnig viel Herzblut und Geschichte und dies und das drinstecken.

00:38:24: Aber es geht eigentlich darum, dass Wohnraum vernichtet wird.

00:38:30: Genau, ich bin hier.

00:38:33: Die Wohnung war auch schon immer im ersten Stock.

00:38:36: Ich bin da aufgewachsen, bin da drüben in die Schule gegangen und so weiter und so fort.

00:38:40: Am Anfang waren wir zu fünft.

00:38:41: Meine Eltern, mein Bruder, ich und die Oma.

00:38:43: Dann ist halt die Oma gestorben.

00:38:44: Dann sind wir irgendwann mal rausgezogen.

00:38:46: Dann ist mein Vater gestorben.

00:38:48: Da war meine Mutter alleine.

00:38:49: Dann habe ich sie gepflegt.

00:38:50: Ich bin dann auch hier eingezogen.

00:38:52: Wieder.

00:38:53: Jetzt ist sie im Heim.

00:38:54: Aber ich habe ein Mietvertrag drin stehen.

00:38:55: Wenn sie ins Heim müsste oder stürbe, trete ich in den bestehenden Mietvertrag ein.

00:38:58: Das ist sozusagen ein Pfund, mit dem ich wuchern kann.

00:39:01: Also können wir jetzt da die Miete im Laden erhöhen.

00:39:04: Ich muss raus.

00:39:04: Aber da oben bringen sie mich so leichter draus.

00:39:06: Wie

00:39:07: finden Sie

00:39:07: den Parteien?

00:39:07: Gibt es denn hier

00:39:08: im ganzen Kontext?

00:39:09: Und ist das noch, sag ich

00:39:10: mal, gewachsen?

00:39:11: oder merken Sie

00:39:12: da auch Veränderungen?

00:39:13: Nee, es sind schon Leute ausgezogen, ja.

00:39:15: Hat man den Angebot

00:39:16: gemacht?

00:39:17: Also Angebot, die haben es sowieso gemacht, es lief ja auch mal ein Ansel rum, der dann also dreißigtausend Euro geboten hätte, den langansässigen Mietern, die haben nicht gesagt, ja, das sagt der Mieterfreien, aber wirft er ganz anderes

00:39:32: in den Raum.

00:39:33: Und da ist keiner ausgezogen, ja.

00:39:34: Aber man muss natürlich sagen auch, dass jetzt zum Beispiel hier im Haus, ja, im Urstenstock eine ehemalige Studentenwege, da sind zwei noch immer da und zwei zeitweise, dann drunter ist auch eine Wohnung, bewohnt von einer Dame, die ja auch verheiratet war, ihre Kinder da großgezogen hat, die waren da auch zuviert drin, das ist noch eine.

00:39:54: Drunter eine Familie, die sind zu zweit drin, also das Ehepaar, die Kinder sind auch weg.

00:39:59: und jetzt da oben, ich meine, das sind große Flächen, aus denen könnte, dürfte, sollte man ja auch was machen.

00:40:06: Aus jeder Wohnung kann ich zumindest zwei menschenwürdige Wohnungen machen, vom Platz her, rein vom Platz.

00:40:11: Und da ein bisschen zumindest die Wohnungsnoten verringern.

00:40:15: Aber die wollen das ja nicht.

00:40:17: Die wollen nur den Mammon machen.

00:40:20: Die wollen nur möglichst viel Kohle rausholen.

00:40:22: Das ist halt eines, also meiner Meinung nach eines der Probleme, dass es halt nicht möglich ist, für Leute mit einem alten Mietvertrag, die ihre Wohnungen eigentlich denen die Wohnungen zu groß werden.

00:40:34: Es wird jeder älter.

00:40:35: Ich brauche keine vier Zimmer mehr, wenn die Kinder aus dem Haus sind und der Ehemann tot ist, dass ich für ein anständiges Geld in eine Fünfzig Quadratmeter Wohnung ziehen kann.

00:40:44: und in meine Wohnung zieht dann jemand anders ein, der junges Ehepaar mit Kindern.

00:40:48: Dann muss irgendeine Möglichkeit langfristig geschaffen werden, was sonst.

00:40:52: Sonst bleibt jeder da, wo er ist, ein Liebesitzstandswahrung.

00:40:56: Es müsste eine Börse geben, die in sozusagen von der Stadt In Hand der Stadt ist, und die, wo man dann sagen kann, das wird sie rösgehändert.

00:41:03: Da kann ich ja gehen.

00:41:04: Da haben alle Wohnungen in der Liste mit allen Wohnungen.

00:41:08: Das haben wir dann, liebe Frau Kitzinger, es ist schön, dass wir Platz machen wollen.

00:41:12: Wir hätten da diese und jene Wohnung.

00:41:14: Da sind sie in ihrer vertrauten Umgebung oder so, zum Beispiel.

00:41:16: Das kostet nicht mehr als ihre alte Wohnung.

00:41:19: Darf

00:41:19: ich da kurz?

00:41:22: Das wäre

00:41:23: die Ideallösung.

00:41:24: Also das Planungsreferat macht zurzeit so ein Projekt.

00:41:27: Es läuft im Rahmen eines EU-Projekts, so eine Wohnungstauschbörse, aber das Problem, was die halt haben, solange die Immobilien alle privaten Leuten gehören und die nicht mitmachen, kann man natürlich nicht Wohnung tauschen.

00:41:37: Also es können innerhalb von Genossenschaften geht sowas inzwischen.

00:41:41: Die Stadt will jetzt auch die Geowofak dazu bringen, dass sie das macht, dass sie ihre eigenen Mieter in den eigenen Objekten tauschen lassen kann.

00:41:48: ohne dass man dann drauf zahlt unterm Strich.

00:41:50: Aber es ist alles noch sehr, sehr in den Anfängen.

00:41:53: und ja.

00:41:54: Ich muss so ein bisschen auf die Zeit schauen.

00:41:56: Ja,

00:41:57: genau.

00:41:57: Da können wir jetzt noch wahrscheinlich bis Borden

00:41:59: hier bei Ihnen bladen.

00:42:02: Jetzt kehren Sie zur Türkenstraße zurück und folgen Sie diese Straße weiter bis zu Ende, wo sie trifft mit der Georgienstraße.

00:42:09: Biegen Sie rechts und dann wieder links in der Friedrichstraße eins A.

00:42:20: Wir stehen jetzt hier ganz an der Grenze von der Max-Vorstadt, die Georgenn-Straße hier hinter mir.

00:42:24: Die ist nämlich die Grenze zwischen der Max-Vorstadt und Schwabing-West.

00:42:28: Wir werden jetzt einmal über die Georgenn-Straße drüber hüpfen, also kurz ins Nachbar,

00:42:32: in den

00:42:32: Machbau bzw.

00:42:33: gehen.

00:42:34: Ja, da möchte ich dann nämlich kurz was erzählen.

00:42:36: Also wir gehen jetzt noch weiter.

00:42:38: Ja, gerade hatten wir es von der Omega-Gruppe.

00:42:42: Schon stehen wir bei denen vor der Tür.

00:42:44: Hier unten auch Vasylit Kandinsky.

00:42:46: Freie Adelaide,

00:42:47: aber

00:42:47: das sind

00:42:47: wir nicht hier.

00:42:49: Dieses Haus hier in der Friedrichsprache I.A.

00:42:52: Da war bis vor... ... ungefähr.

00:42:55: Ich weiß leider nicht ganz genau, bis vor fünf Jahren war hier ein sehr großer deutscher Verlag, den jeder kennt.

00:43:00: Jeder hat von den Büchern im Regal.

00:43:02: Ich nenne den Namen nicht, denn was ich jetzt erzähle, weiß ich nur, weil ich im Wohnungsamt gearbeitet habe.

00:43:06: Ich habe das ja am Anfang

00:43:07: erzählt.

00:43:08: Also wir haben, ich war für diesen Bezirk hier zuständig für Schwabingwest, als ich im Wohnungsamt war und ich habe die Zweckentfremdungsverordnung überwacht.

00:43:16: Die Zweckentfremdungsverordnung besagt, Wohnungen dürfen nur zum Wohnen benutzt werden, seit Gewerbe betreiben, keine Praxen.

00:43:25: Man darf nicht vermieten an Airbnb, was jetzt ganz on vogue ist.

00:43:29: Und ja, hier war eben der Verlag drin, offiziell in drei Wohnungen, weil diese drei Wohnungen schon vor zwei und siebzig genutzt wurden.

00:43:36: Deshalb sind sie nicht und das Zweckentfremdungsrecht gefallen.

00:43:39: Und uns kam das irgendwann ein bisschen komisch vor, dass so ein großer Verlag in nur drei kleinen Wohnungen hier untergebracht ist.

00:43:45: Dann sind wir mal hierher gegangen, einfach reingelaufen und Überraschung und Überraschung.

00:43:49: Wir haben festgestellt, fast das ganze Haus war von dem Verlag belegt.

00:43:53: Und dann war es auch ein bisschen lustig, weil natürlich war der Verlag überhaupt kein Schuldbewusstsein.

00:43:58: Hat gesagt, er weiß das nicht.

00:43:59: Der Geschäftsführer hat dann auch von uns verlandet, dass wir den Film aus dem Fotoapparat reißen.

00:44:03: Damals gab es noch Film und nicht Digitalkameras.

00:44:06: Und ja, dann ging es eine Weile lang hin und her.

00:44:08: Die haben sich einen Anwalt genommen und dann ging es gegen Schreiben hin und her.

00:44:12: Und schließlich haben wir uns dann geeinigt, der Anwalt und die Stadt München.

00:44:15: dass dieser Verlag eine sogenannte Ausgleichszahlung zahlt.

00:44:19: Eine Ausgleichszahlung zahlt man dann an die Stadt, damit sie Wohnraum schafft und somit ist dann dieser Wohnraumverlust kompensiert.

00:44:25: Das Problem ist, dass die Grundlage, die Berechnungsgrundlage für die Ausgleichszahlung immer etliche Jahre dem hinterher hängt, was denn die wirklichen Immobilienpreise sind.

00:44:36: Und dieser Verlag hier hat einen fünfstelligen Betrag gezahlt, also unter hunderttausend Euro.

00:44:41: Auch vor fünfzehn Jahren, als das der Fall war, konnte man dafür bestimmt nicht üben.

00:44:44: über zehn Wohnungen und schon gar nicht in der Max-Vorstadt bauen.

00:44:47: Also die Stadt hat das bekommen.

00:44:49: Irgendwann ist der Verlag ausgezogen.

00:44:50: Wir sehen jetzt, auch heute sind es keine Wohnungen.

00:44:53: Diese Wohnungen sind dauerhaft im Wohnungsmarkt verloren gegangen.

00:44:56: Hier ist jetzt die Omega-Gruppe, über die wir gerade gesprochen haben.

00:44:59: Eine andere Immobilienfirma, Finanzdienstleister, Anwälte und so weiter.

00:45:03: Das war schon alles, was ich hier erzählen wollte.

00:45:05: Wir sind ein bisschen im Zeitdruck, aber ich wollte einfach erklären, dass es zwei Instrumente gibt, um Wohnraum zu erhalten, dass die aber auch oft zahnlose Tiger sind.

00:45:15: Jetzt kehren sie zurück in der Tuckernstraße und biegen sie rechts vor der Harigelände in der Rambäckstraße.

00:45:21: Sie werden diese Haltestellen nicht verpassen.

00:45:23: Die Bauarbeiten sind eindeutig.

00:45:32: Wir haben auch Leute, die hier schon gewohnt haben

00:45:34: bei uns in der Gruppe.

00:45:35: Zufällig.

00:45:37: Okay.

00:45:37: Und Katharina Blepp möchte uns hier

00:45:39: was erzählen.

00:45:40: Genau, das ist ein Haus, das von einem uns sehr bekannten Investor gekauft wurde.

00:45:44: Schon vor längerer Zeit.

00:45:45: Dem seine Bauprojekte heißen immer LIMAX.

00:45:48: Es gibt dann LIMAX-I, dann LIMAX-II, dann LIMAX-III.

00:45:51: Das ist die LIMAX-IV.

00:45:52: Dieser Investor ist bekannt dafür, dass er das Mittel anwendet der Zermürbung.

00:45:57: Wir hatten vorhin über legale Mittel gesprochen.

00:46:00: Der Herr agiert, soweit uns bekannt ist, legal in den einzelnen Maßnahmen.

00:46:05: Die Maßnahmen dauern aber sehr, sehr lange.

00:46:07: Also, ich weiß nicht, wann dieses Haus genau eingekastelt wurde.

00:46:11: Ich kenne es nur so.

00:46:12: Ich habe eine Mieterin da, die hier wohnt, drei Jahre.

00:46:15: Wie lange ist das hier schon so?

00:46:16: Ungefähr drei Jahre.

00:46:18: In diesem Haus wird gar nicht so viel gemacht.

00:46:19: Das wird eigentlich nur die Fassade abschiegt.

00:46:21: nur neue Fenster reingemacht, ich hab vorhin gehört, es kommt eine neue Heizungsanlage rein, drei Lifts, ja.

00:46:28: Ja, aber dafür braucht man keine drei Jahre Eingerüst.

00:46:31: Dieses Gerüst dient lichten da greifend dazu, dass die Miete sich unwohl fühlen in ihren Wohnungen.

00:46:36: Was hier auch gerne getan wird, damit die Miete sich unwohl fühlen, ist, dass Handwerker kommen.

00:46:41: Gerne,

00:46:41: morgens...

00:46:43: Stimmt, ja.

00:46:45: Und die Handwerke kommen auch morgens um sieben, hab ich gehört.

00:46:49: Die älteste Bauschelle München schreit die Mieterin gerade runter.

00:46:52: Ja, genau.

00:46:54: Es sind ja nicht nur zwei, die Kraft machen, es kommen dann auch aus Trupps rein.

00:46:57: Die sitzen auf dem Borggerüst herum, machen hier Pause, ein paar Lavern.

00:47:01: Es wird Elektroleitungen neu verlegt, wer das schon mal erleben dürfte, das ist extrem unangenehm.

00:47:06: Es werden Dinge gemacht, wie das auf einmal die Fenster verklebt werden mit Plastikfolien.

00:47:09: Das ist verständlich nur, um die Wohnungen zu schützen, dass ein Verstaub eindringt.

00:47:13: Aber diese Plastikfolien sind dann für Monate dran.

00:47:15: Es werden die Wohnungseingänge mit Plastikzelten abgeklebt.

00:47:20: Auch selbstverständlich wollen die Miet nur ... vor Schützen, dass ihr das Staubbau und Schutt in ihre Wohnungen eindringt.

00:47:25: Aber das führt natürlich zu einem massiven Unwohlsein bei den Mietern.

00:47:28: Genau das ist die Taktik, die dieser Investor fährt.

00:47:31: Wir haben ein anderes Objekt von ihm in der Augustenstraße, wer von ihnen manchmal in der Augustenstraße läuft, wird ein Objekt kennen, das komplett auch eingerüstet ist, auch über dem Bürgesteig hinaus, wo dann auch immer auf die Passanten der ganze Regenbauschutschmutter runtertropft.

00:47:44: Das ist auch seit ich vier, fünf Jahren locker.

00:47:47: Und das ist nicht, weil die Bauzeit so lange dauert, sondern einfach, wenn man und weil man so versucht, die Mieter loszuwerden.

00:47:54: Ich würde gerne bitten, eine der Mieterinnen etwas dazu zu sagen, wie es so ein bisschen auf einen Wirk diese Baumaßnahmen, wenn sie denn möchte.

00:48:02: Und wie es sich sozusagen auch auf die Selienstückweite auswirkt.

00:48:06: Das trägt natürlich nicht zur Sonntagsentspannung weiter

00:48:08: drüber

00:48:09: zu

00:48:09: reden, gerade

00:48:11: wenn man da im Erdgeschoss

00:48:12: wohnt, so wie ich das habe.

00:48:13: Es kommt

00:48:13: wirklich sehr wenige Handwerker, aber die kommen dann auch um sieben und um acht.

00:48:17: Das ist dann

00:48:17: aber auch schon wieder die nächste Frühstückspause, auch nie ausschlafen kann.

00:48:22: Unser Hausbesitzer hat einen Anwaltsfirma, die uns

00:48:26: ganz

00:48:27: krasse Briefe

00:48:28: schickt.

00:48:29: Also die werden eingeworfen in den Postkasten, sodass man auch gar kein Datum hat, weil man es erhalten hat wie ein Poststempel, wo dann auch so Sachen drinstehen, wenn sie bis Morgenmittag um zwölf nicht reagieren, gilt das als geduldet.

00:48:41: So haben

00:48:42: wir also auch immer wieder so Nachrichten, die einfach den Puls hochtreiben und man sich denkt, wie geht denn das überhaupt?

00:48:48: Und dann aber eine Baustelle von drei.

00:48:50: mit wechselnden Bauleitungen.

00:48:52: Das heißt, es wirkt nicht nur chaotisch und unabgestimmt dieser ganze Bautruppe.

00:48:56: Es ist auch wahnsinnig chaotisch.

00:48:58: Wir haben das Ari genau vor der Nase.

00:49:00: Das ist innerhalb von sechs Monaten zu einem Luxushightekino umgebaut worden.

00:49:05: Da waren wir jeden Tag fünf, die Leute, die gewusst haben, wie sie was miteinander machen müssen, damit hier schnell ein gutes Haus entsteht.

00:49:11: Und wir sind so genau das Gegenteil davon.

00:49:14: Aber bei uns ist ungefähr die Hälfte vom Haus ausgezogen und hat Angst gehabt, dass die Mitpreiserhöhungen, die uns auch ganz am Anfang

00:49:21: angedroht worden

00:49:22: waren und die massiv sind,

00:49:25: obwohl

00:49:25: wir ja kaum

00:49:26: effektive Maßnahmen haben, die unseren Lebenskomfort steigern würden.

00:49:30: Es verändert sich zum Beispiel bei mir in der Wohnung überhaupt gar nichts.

00:49:33: Ich habe nichts davon, dass es ein Lift gibt und ich habe auch nichts von Dach geschossen und ich habe auch nichts von Nach Tiefgarage, weil ich fahre mit dem Fahrrad, wenn man in der Rambäckstrasse wohnt.

00:49:43: Und trotzdem muss man dann über Jahre ein Chaos miterleben, wo man dann auch irgendwie ... Ja, es tut einem leid, wenn man merkt, dass die Nachbarn ausziehen, weil sie eben Angst haben, dass diese Mieterhöhung irgendwann greift.

00:49:56: Und ich hab auch Angst.

00:49:57: Aber wir bleiben, weil wir so eine ganz

00:49:59: tolle Hausgemeinschaft

00:50:00: haben.

00:50:01: Ja, da kommt man das auch so

00:50:02: vor.

00:50:02: Das

00:50:03: ist halt so eine ... Taktik ja, möglichst lange, dass die Mürbe werden, die Mieter und der Reihenachs sind schon viele ausgezogen.

00:50:10: Bei uns war es so, wir sind schon im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr.

00:50:35: Die LIMAX ist da in der Herzog-Rodolf-Straße, der Sätenstraße von der Maximila-Straße.

00:50:39: Ich bin selber mal hingefahren, wollte mit denen sprechen.

00:50:41: Keine Chance.

00:50:42: Riefe unbeantwortet, also null und nichts.

00:50:45: Und dann haben wir da schon übles geschworen

00:50:48: und

00:50:48: haben dann gesagt, das ist auf Dauer hier nichts, wo man bleiben kann.

00:50:53: Da weiß man nie, wie es weitergeht.

00:50:55: Und jetzt sind wir natürlich auch froh, dass wir das ein bisschen im Schritt damals gepackt haben.

00:51:00: Es war im Jahr zwei Tausend drei.

00:51:01: Damals war es noch anders mit Wohnungen.

00:51:05: Damals also intensiv gesucht hat.

00:51:06: Und jetzt sind alle schweilig, dann sind wir also richtig glücklich.

00:51:09: Und wobei sagen wir, dass ich hier sehr, sehr gerne gewohnt bin.

00:51:13: Das ist die Drückenstraße.

00:51:14: Das ist einfach ein Traum, die ganze Ecke hier.

00:51:17: Man muss da gleich im Englischen Garten werden, bei denen jetzt weiter ins Büro.

00:51:20: Also sehr, sehr schön.

00:51:21: Wir werden von dem, wenn das nicht gewesen wäre, werden wir so hier geblieben.

00:51:24: Aber so ist es halt bei vielen dann, gell?

00:51:26: Die dann einfach sagen so, Heizfluss weg.

00:51:29: Welche

00:51:29: Möglichkeit hat man?

00:51:31: Das Mieter,

00:51:32: das die Anfindungen

00:51:33: regeln, das ist

00:51:35: ein Autograben, das ist ein

00:51:36: Frist.

00:51:37: Also ja, welche Möglichkeiten hat man als Mieter?

00:51:40: Also ich würde immer am Anfang gucken, dass man sich vor allem erst mal zusammenschließt, damit man als Mieter gemeinsam agiert.

00:51:45: Weil ganz oft geht es eben auch um Fristen, um Daten, die man sich merken muss.

00:51:49: Bei Baulärm muss wirklich relativ genau detailliert.

00:51:52: Auch aufgeschrieben

00:51:53: werden.

00:51:53: Wann hat was stattgefunden?

00:51:54: Können das mehrere bezäugen?

00:51:56: Wie viel war das dann insgesamt?

00:51:57: Wäre es dann nachher um Fragen wie Mietminderungen und so was geht?

00:52:00: Man hat dann eine relativ hohe Pflicht,

00:52:02: das auch

00:52:02: nachweisen zu können,

00:52:04: wo man sich

00:52:04: eben besser tut oder leichter tut, wenn man sich dann zusammen tut.

00:52:08: So leicht gekündigt

00:52:09: werden kann man nicht, aber

00:52:10: wie man eben schon sieht, diese Zermürbungstaktik, die ist halt da und mit den ganzen Baustellen.

00:52:15: eine Sache, die ich vielleicht noch zusätzlich gerne anmerken würde ist.

00:52:19: Wir haben jetzt zurzeit schon das Gefühl, München ist

00:52:21: überall

00:52:21: voller Baustellen.

00:52:23: Und dann hat man auch noch das Gefühl, es gibt anscheinend auch noch Baustellen, die sind noch nicht mal notwendig.

00:52:27: Und wir quetschen uns hier alle durch die Stadt und da drüben fallen unendlich viele Parkplätze weg.

00:52:32: Dann haben wir da ein Gerüst, wo kein Mensch mehr langgehen kann.

00:52:35: Hätten wir Bäume stattdessen pflanzen können, wäre irgendwie deutlich hübscher gewesen.

00:52:39: Die Fläche scheinen wir momentan eh nicht zu brauchen.

00:52:41: Andererseits wird uns immer gesagt, wir haben zu wenig Flächen.

00:52:43: Das kommt auch noch oben drauf.

00:52:45: Also da wird keinerlei Selektion vorgenommen, dass man auch mal sagt, Bauvorhaben müssen vielleicht abgestimmt werden oder es gibt gewissen Druck, dass es dann auch nach einer gewissen Zeit abgeschlossen sein muss oder man sonst irgendwas nachweisen müsste oder ähnliches.

00:52:58: Die zahlen natürlich für die Absperrung schon, aber das ist ein Teil Chinas.

00:53:01: Also das ist nichts, was jetzt im Verhältnis steht.

00:53:05: Zu dem, was dann

00:53:05: nachfällig wird.

00:53:08: Ich weiß

00:53:09: nicht, wie hoch die Methos

00:53:10: are.

00:53:10: Das heißt, das wollen alle haben und die können wahrscheinlich verlangen, was sie wollen für jede einzelne Wohnung da drin.

00:53:17: Irgendjemand sieht da

00:53:18: ein und irgendeinem

00:53:19: bezahlt

00:53:19: alles.

00:53:20: Aber wir, die jetzt schon lange

00:53:22: hier wohnen,

00:53:22: wir haben natürlich Angst, dass das einfach

00:53:25: gibt

00:53:25: und dass da keine Bremse, Spiegel, Deckelung sonst was

00:53:29: greift.

00:53:30: Wir

00:53:30: haben den ganzen Zeit lang auch in der Steinhaltstraße gewohnt, in der

00:53:33: Maxvorstadt

00:53:34: und als Mieter in einem

00:53:36: fünftiger Jahrehaus

00:53:37: und das war ein privater

00:53:40: Eigentümer und

00:53:41: ein älterer

00:53:42: Herr,

00:53:43: der

00:53:43: immer dann auch den Kontakt zu den Mietern gesucht hat, auch wenn er die Mieter-Höhung eingeworfen hat als Brief.

00:53:49: Und so kam halt jeden Haushalt dann auch wieder mal eine Mieter-Höhung ohne irgendwelche Begründung, bis

00:53:55: halb.

00:53:56: Und dann

00:53:56: habe ich gedacht, so jetzt reicht es.

00:53:58: Also es war tatsächlich bei mir damals eine richtige Zwangslage.

00:54:00: Ich wusste einfach,

00:54:01: ich packe das

00:54:01: nicht mehr.

00:54:03: Und dann habe ich einen Brief geschrieben an alle Haushalter, also an meinen Nachbarn

00:54:07: und habe

00:54:08: quasi da aufgefordert.

00:54:09: was wir gemeinsam nicht akzeptieren werden.

00:54:12: Die Konsequenz war dann, dass wir... dass ich anrufen meiner Freundin im Büro gekommen habe.

00:54:18: Patrick kam sofort nach Hause.

00:54:19: Unser Vermieter sitzt bei uns in der Wohnung und bezichtet

00:54:22: uns des Hausfriedensbruchs.

00:54:24: Und sie war komplett fertig.

00:54:26: Und dann bin ich nach Hause.

00:54:27: Und dann hatte er irgendwie einen Schreiben mitgebracht, wo er halt gesagt hat, Hausfriedensbruch und

00:54:34: hat

00:54:34: uns quasi dann die Kündigung damit angetrot.

00:54:37: Und es ist tatsächlich so in so einer Situation, dass man so gestresst und hat so viel Angst, dass man das natürlich nicht sofort weiß, dass es war nicht halt.

00:54:44: Bar ist,

00:54:46: ich muss mich dann halt auch erst informieren, ist dann alles wieder gut ausgegangen, aber der Schuss hat natürlich gewirkt und die Mieterhöhung ist durchgegangen und so weiter.

00:54:54: Also der Schuss gegen uns, die Einschüchterung.

00:54:58: So,

00:54:58: angesichts der Zeit würde ich vorstellen, wir gehen weiter zur nächsten Station, zur letzten Station,

00:55:03: das ist ein Haus neben der Maxi Manuel Brauerei.

00:55:07: Unsere letzte Session liegt in der Adal-Bild-Straße einunddreißig A neben der Max-E-Manuel-Brauerei.

00:55:14: Also folgen Sie die Rambäck-Straße weiter und biegen Sie links in der Künfürsten-Straße.

00:55:21: So, unsere letzte Station hier.

00:55:22: Kamen hat mich gerade angesprochen und gesagt, hast du überhaupt kein Positivbeispiel gefunden?

00:55:26: Weil bei den letzten Führungen haben wir doch schon darauf geachtet, dass wir auch ein Positivbeispiel irgendwie wenigstens eins dabei hatten.

00:55:31: Weil natürlich ist es nicht überall so.

00:55:33: Es gibt auch durchaus gute Initiativen und nette Vermieter.

00:55:36: Aber in der Max-Vorstadt habe ich tatsächlich nichts Positives gefunden, obwohl ich mich bemüht habe.

00:55:40: Wir haben auch alle drei drüber nachgedacht.

00:55:42: Uns ist leider nichts eingefallen.

00:55:43: Ich denke aber auch, das ist gerade, das zeigt auch, dass die Max-Vorstadt ein spezielles Viertel ist.

00:55:48: Es ist besonders dicht, es ist ein besonders... Fluktuation und da kann man solche Sachen halt auch besonders leicht machen.

00:55:53: Jetzt sind wir hier vor der Aal-Albertstraße.

00:55:57: Katarina hat gesagt, sie war da selbst schon drin und hat uns da auch noch was zu erzählen.

00:56:02: Leider auch kein Positiv.

00:56:04: Genau, was wir hier sehen ist ein Gebäude, das auffällt durch das Atelier oben und genau da saß ich schon mit den Mietern, die da oben drin sind.

00:56:10: Das ist eine wundervolle Wohnung extrem hoch.

00:56:13: Die Dachschrägen, die man hier ist in der Außenfassade sieht, sind auch in der Wohnung eingezogen.

00:56:17: Es hat ein ganz tolles und sehr nette Menschen, die dort wohnen.

00:56:22: Hier war es so, dass auch, wie soll ich sagen, verworrene Erbgeschichten da waren.

00:56:26: Dann

00:56:28: wurden diejenigen, denen es gehört hat, unter Betreuung gesetzt.

00:56:31: Diejenigen, die die Betreuer

00:56:32: waren, haben verkauft.

00:56:34: Ja, so war die Konstellation hier damals.

00:56:37: Das war sicherlich legal.

00:56:38: Es war auch ohne Anwältin, die das betreut hat, weil es konnten einfach Kosten nicht mehr gedeckt werden für Pflege und Betreuung dieser Person.

00:56:45: Und dann musste irgendetwas Geld her.

00:56:47: Und das war dann ... das hier.

00:56:48: Es wurde sehr günstig wohl verkauft, weil es für wohl Investoren als in einem schlechten Zustand gilt.

00:56:56: Die neuen Investoren waren ganz glücklich.

00:56:58: Da haben wir auch gesagt, ein wundervolles Filetstück, so etwas bekommt man ja noch kaum, haben aber auch gemeint, hier würde sich nicht viel verändern.

00:57:04: Es ging aber relativ schnell, dass auch alle ausgezogen sind, unten das Gewerbe, Altmann Schmidt, dieser Repetitor, dort habe ich selbst auf mein Examen gelernt.

00:57:12: Und die Wohnungen sind nach und nach leer geworden.

00:57:14: Es wohnt wohl noch in der Mitte jemand, auch eine ältere Dame.

00:57:17: eben ganz oben.

00:57:18: Es sind Etagenwohnungen, also die ganze Etage ist immer eine Wohnung, weshalb ich hier auch keine Mietegemeinschaft gründen konnte.

00:57:24: Es waren schlicht und ergreifend nicht genug da.

00:57:26: Aber dann fing es an, dass eben also die Investoren gesagt haben, wird hier gar nichts passieren, gar nicht viele Eingriffe werden passieren.

00:57:33: Trotzdem haben sie die einzelnen Einheiten zum Kauf angeboten.

00:57:36: Das war wohl nicht öffentlich, sondern sie hatten wohl in ihrem Umfeld, in ihrer Kartei genug Interessenten dafür.

00:57:42: Unter anderem auch für das Dachgeschoss da oben, die Atelierwohnung, wo es doch hieß, es wird überhaupt nichts... Und dann waren also die Investoren, die neuen Eigentümer, die oder die Eigentümer werden sollen da und haben geschwärmt, wie wundervoll und wie toll doch dieses Fenster sei in Anwesenheit der Miete.

00:57:56: Dann sagt er aber der Investor, ja, die hohen Decken, das kommt ewig.

00:57:59: Da wird Ewas reinzogen und dann setzt man oben noch ein Dachgeschoss drauf, aber es wird nicht so bleiben.

00:58:04: Auch in Anwesenheit der Miete, den sie vorher gesagt haben, sie können hier wohnen bleiben.

00:58:07: Es wird hier nichts verändert und so weiter.

00:58:09: Also es wird hier so schamlos eigentlich irgendwie ein doppeltes Spiel getrieben.

00:58:14: Und die oben sind ... Ich war bei ihnen zu Hause, sie ist recht verzweifelt.

00:58:18: Sie ist auch emotionaler Wert schlicht und ergreifend, die haben ihr Kind dort geboren.

00:58:22: Aufgezogen, sie sind alt, sie sind einfach richtig verwurzelt.

00:58:26: Also wirklich Wurzeln geschlagen, die Wohnen hier, ihr gesamtes Umfeld ist hier.

00:58:29: Und was man vielleicht auch mal sagen muss, man denkt immer, das sei irgendwie eine Problematik, die vielleicht Leute trifft, die Einkommensschwächer sind oder die vielleicht nur den Mittleren, was auch immer ein mittleres Einkommen ist.

00:58:39: Zugehörig sind, nee, das hier ist ein Professor und eine Ärztin, die hier trotzdem vertrieben werden.

00:58:45: von niemandem halt, vor gar niemandem.

00:58:47: Und das ist hier besonders traurig.

00:58:48: Und in dem Fall war es wirklich emotional sehr schlimm für diese Leute.

00:58:52: Die wollen hier auch gar nicht weg.

00:58:52: Vielleicht könnten sie sich noch irgendwo eine Wohnung leisten, aber einfach auch nicht so eine und nicht eine mit dieser Erinnerung, die ihr herrscht.

00:58:58: Ihren Lebensraum wird ihr irgendwie genommen.

00:59:00: Und das ist genau das, was man einfach auch bedenken muss bei diesen ganzen Sanierungsmaßnahmen.

00:59:04: Ich möchte aber noch einmal ganz kurz auf das Nebengebäude eingehen.

00:59:06: Als ich dann da oben saß, habe ich gefragt, wie ist denn das bei den Nachbarn hier?

00:59:10: Das war auch ein Haus nebenan.

00:59:12: Das ist die einunddreißig.

00:59:13: Das gehörte einem... ganz lang und ist ziemlich verfallen gewesen, auch der Bezirksausschuss war da schon dran und hat gesagt, da muss jetzt was passieren, weil es stand auch ganz, ganz lange leer.

00:59:21: Der Orden hat also dann öffentlichen Druck bekommen und hat verkauft,

00:59:24: dann auch

00:59:24: in irgendeinem Investor, da wurde Luxusioniert, Altbau-Luxusionierung, das absolute Premium, was man überhaupt machen kann.

00:59:31: Und ich hab dann da oben gefragt, wer wohnt denn da?

00:59:33: Und dann sagen die ja so, wirklich wohnt da niemand.

00:59:35: Da sind wo ja wieder irgendwelche Leute mit Ganzkörperbeschleierung, die saisonal mal kommen für ein paar Wochen und dann wieder weg sind.

00:59:43: Das finde ich ja schon mal gut.

00:59:45: Sieht aber auch nicht so gerade aus, ob das jetzt für dreihundertfünfzig Euro vermietet wäre, sondern es ist sehr luxuriös, es wohnen doch volles großes Atelier.

00:59:52: Und ansonsten ist es wohl so zwei Dritt-Fürth-Wohnsitz-Wohnraum geworden.

00:59:57: Also damit werden wir auch konfrontiert.

00:59:59: Wir haben auch ein Objekt hinter der Bayerischen Landesbank, ein Neubau, die wurden im Internet angepriesen mit die perfekte Opernwohnung.

01:00:06: Und das waren

01:00:07: aber Achtzig-Ninzig

01:00:07: Quadratmeter, die perfekte Opernwohnung.

01:00:09: oder wenn sie ihre Enkelkinder besuchen wollen.

01:00:11: Die sind dann für eins Komma sieben Millionen

01:00:13: Euro für

01:00:13: Achtzig Quadratmeter, konnte man die kaufen.

01:00:16: Also es ist absurd, wie irgendwie hier dekadent gearbeitet wird und wie dadurch eine ganze Stadtgesellschaft zerstört wird vom Handwerke über die Grundschullehrerin, über die Pflegeberufe bis hin in das, was man als Bildungsbürgertum bezeichnet.

01:00:32: Also wirklich sehr traurig.

01:00:33: Ein positives Beispiel möchte ich Ihnen schon nennen.

01:00:35: bevor wir alle in die kollektive Depression fallen.

01:00:39: Das Haus, in dem ich wohne.

01:00:41: Ich habe eine Vermieterin, die sehr nett ist.

01:00:43: Ich habe auch eine Sanierung hinter mich gebracht.

01:00:45: Das waren eineinhalb Jahre.

01:00:46: Es war auch Erdgeschoss.

01:00:48: Das heißt direkt neben meinem Bett.

01:00:49: mehr oder weniger haben die Handwerker morgens erst mal gefrühstückt.

01:00:52: Das geht auch nicht um die Geräuscharm.

01:00:54: Und wir haben einen neuen Anstrich bekommen.

01:00:55: Wir haben einen Dachgeschossausbau bekommen.

01:00:57: Wir haben eine neue Heizungsanlage bekommen.

01:00:59: Wir haben keine Mieterhöhung bekommen.

01:01:00: Das gibt es tatsächlich.

01:01:02: Und wir haben sogar hinten einen wunderschön angelegten Garten bekommen.

01:01:05: und es funktioniert tatsächlich.

01:01:07: Zwar ist bei jeder Neuvermietung, die gemacht wird, wird natürlich der Mietspiegel rausgeholt, die durchschnittliche Miete.

01:01:14: Da haben wir das allgemeine Problem oder die Frage, wie wird überhaupt dieser Mietspiegel berechnet.

01:01:19: Da versucht immer die Stadt München, eine Veränderung herbeizuführen, dass eben nicht nur die Durchschnittsmieten der letzten fünf Jahre einbezogen werden, sondern auch die gesamten Bestandsmieten.

01:01:28: Auch die, die sieben Euro und acht Euro oder zehn Euro oder zwölf Euro, was ja schon billig ist, mittlerweile einbezogen wird.

01:01:34: Aber versucht man, alle neuen Regelungen zu kommen, eine wurde ja schon gemacht, die wurde ja schon wieder als Gesetzeswidrig gekippt.

01:01:40: Und die Juristen der Stadt München, dann ist das Problem schon bewusst in der Stadt München und sie versuchen hier zu tun und auszureizen, was geht.

01:01:47: Das Problem ist, wir befinden uns in Bayern.

01:01:49: Die Gesetze werden hier eben nicht von der Stadt München gemacht, wie in Berlin, das ein Stadtstaat ist.

01:01:53: Deshalb können die auch an Mietendeckel unter Umständen machen, sondern von dem Land Bayern.

01:01:57: Und im Land Bayern haben die sozialen Parteien und Kräfte nun mal nichts zu melden, rein gar nicht.

01:02:03: Und deshalb ist es hier sehr schwer, Änderungen herbeizuführen.

01:02:06: Man versucht es immer.

01:02:07: Er widert auch der Mietefeuern München.

01:02:09: Der Mietebeirat München hat gerade erst einen Antrag wieder verabschiedet, dass die Stadt doch bitte auf das Land einwirken möge, dass eine gesetzliche Änderung gemacht wird, dass ein Mietendeckel eingeführt werden kann.

01:02:19: Also diejenigen, die wollen,

01:02:21: tun.

01:02:22: Aber der Adressat von dem Ganzen lasst alles von sich abperlen.

01:02:26: Und da muss man sich einfach überlegen, wie man das ändert.

01:02:30: Abgesehen davon,

01:02:31: dass die Mietpreisbremse

01:02:32: jetzt vielleicht nicht so

01:02:32: effektiv ist, aber die

01:02:33: würde es

01:02:34: in Bayern ja gar nicht geben.

01:02:35: Das habe ich bis vor ein paar Monaten auch nicht gewusst.

01:02:37: Ja, also die Mietpreisbremse und auch die ganzen regulatorischen Dinge, die gemacht werden, werden auch viel im Bund gemacht.

01:02:43: Also zum Beispiel, wir wissen, wir sind alle in einer GroKo und die hat großen Konditionen.

01:02:48: Und der Juniorpartner würde da gerne mehr machen.

01:02:51: Ich kann aber einfach nur meiner großen Koalition nicht so viel machen, wie man könnte, wenn man mit alleine, beziehungsweise mit einem Bruder oder einer Schwester in Geiste regieren würde.

01:03:00: Zum Beispiel gibt es eine Regelung, dass, wenn man weniger als sixty-sechzig Prozent des Mietspieges von seinen Mietern verlangt, dass das als Liebhaberei gilt und dann wie Liebhaberei versteuert wird, also so wie Pferde sucht.

01:03:12: oder solche Dinge.

01:03:14: Was zur Folge hat, dass man irgendwann selbst für man die günstige Miete zahlt und der Eigentümer sagt, ich möchte dann doch auch wenigstens vernünftig besteuert werden, dass man irgendwann hochgezogen wird.

01:03:24: Also das steht bei mir zum Beispiel auch irgendwann mal an, ich wohne seit zehn Jahren ohne Mieterhöhung.

01:03:27: Und diese Regelung zum Beispiel, die aus dem Einkommensteuergesetz, glaube ich, drin ist, die in der Errakol gemacht wurde, wird seit dieser Legislaturperiode begonnen hat, versucht, dass sie geändert wird von dem Juniorpartner in der GroKo und es wird von dem großen Partner immer... immer wieder abgeschmettert, obwohl es etwas so naheliegendes ist.

01:03:45: Es ist auch so einfach.

01:03:46: Es ist nur eine einfache Norm im Steuerrecht.

01:03:48: Es ist nicht, dass es irgendwie das ganze BGB angefasst werden müsste.

01:03:51: Und ja, das ist frustrierend, aber das liegt in allerhand, dass man da vielleicht sich anders orientiert.

01:03:57: Gut, da komme ich der Stadt München, im Sprich, Alterhof oder

01:04:00: Säntlinger Straße,

01:04:02: mit

01:04:02: Zweit und Tritt und Fertwohnungen.

01:04:04: Die Leute, die ihr

01:04:05: Geld eben hier halt schüttet.

01:04:06: Parken.

01:04:06: Ja, man muss auch sagen, übrigens auch, hier wird Geld gewaschen.

01:04:11: Freistaat oder die Regierung irgendwie Handlungsmöglichkeit.

01:04:14: Sie hatten sicherlich mehr Handlungsmöglichkeiten, es geht eher um ein Handlungswillen.

01:04:17: Die Stadt hätte Willen, aber hat wenig Handlungsmöglichkeiten.

01:04:20: Selbstverständlich gilt immer der Grundsatz, dass wenn man erstmal Eigentum hat, darf man da mit erstmal machen, was man möchte.

01:04:25: Man ist begrenzt natürlich, doch Denkmalschutz zum Beispiel, aber man könnte Gesetze schaffen.

01:04:30: Also es gibt in der Verfassung die Möglichkeit, durch Gesetze die verfassungsrechtliche, das Grundrecht der Eigentumsfreiheit einzuschränken.

01:04:38: Aber das muss man im Bund machen.

01:04:39: Den

01:04:39: Tellerrand hinaus, was in der Schweiz oder in Österreich ist, da darf man doch

01:04:43: auch nicht einfach

01:04:43: will.

01:04:44: Ja genau, das ist, also wir haben Mittel.

01:04:46: und Wege.

01:04:47: Wir haben auch Gesetze, mit denen man eigentlich das Eigentum recht einschränken könnte.

01:04:51: Das heißt ja zum Beispiel im Artikel vierzehn Absatz zwei Eigentum verpflichtet.

01:04:55: Sein Gebrauch soll zugleich den Wohl der Allgemeinheit dienen.

01:04:58: Und es gibt sogar ein Artikel fünfzehn im Grundgesetz, der jetzt in Berlin erstmals versucht wird anzuwenden.

01:05:03: Der wird bisher unter Juristen manchmal als Verfassungsfossil genannt, weil er bisher nie angewendet wurde.

01:05:08: Da steht drin Grund und Boden können zum Zwecke der Vergesellschaftung durch ein Gesetz in Gemeinigentum oder andere Formen der Gemeinwirtschaft überführt werden.

01:05:16: Also wenn jemand den Bogen echt überspannt, dann kann der Staat da einspringen und das nehmen.

01:05:21: Und wenn es jetzt hier heißt, ja, wir sind in Bayern, da muss ich sagen, es gibt noch ein Artikel hundertsechzig in der bayerischen Verfassung, den wir immer sehr, sehr gerne zitieren.

01:05:30: Ich lese ihn mal vor, die Verteilung und Nutzung des Bodens wird von Staatswegen überwacht.

01:05:35: Missbräuche sind abzustellen.

01:05:37: Steigerungen des Bodenwärts, die ohne besonderen Arbeits- oder Kapitalaufwand des Eigentümers entstehen, sind für die Allgemeinheit nutzbar zu machen.

01:05:46: Also es gibt Gesetze in dieser Artik, aber sie werden einfach nicht angewendet.

01:05:50: Und da sind wir auch als Zivilgesellschaft gefragt.

01:05:53: Deshalb engagieren wir uns auch im Münchner Forum und in den Stiftungen, dass diese Gesetze angewendet werden, dass sie auch Schärfe angewendet werden.

01:05:59: Denn man könnte etwas machen gegen diesen Wahnsinn auf dem Mietmarkt.

01:06:03: Und sie ist ja jetzt.

01:06:05: Wir haben so wenig Positives gesagt, es gibt was, was mich ganz positiv stimmt.

01:06:08: Das ist dieses riesige Interesse, das wir geweckt haben.

01:06:10: Wir hätten noch mal doppelt so viele Leute mitnehmen können.

01:06:13: Das war jetzt auch der Grund, warum wir es aufgezeichnet haben.

01:06:15: Und das werden wir bei allen Mitveranstaltern dann auf die Website stellen, sodass auch Leute das nachhören können.

01:06:20: Sie können das dann auch ihren Freunden und Bekannten sagen, die sich für das Thema interessiert.

01:06:24: Wir machen weitere Führung.

01:06:25: Wir wollen irgendwie ein Bewusstsein schaffen.

01:06:27: Und mich hat auch sehr, sehr gefreut, dass ihr beide dabei wart, weil das stimmt mich auch positiv, dass es jetzt junge Frauen gibt, die auf BA-Ebene ein Bewusstsein... haben und nicht einfach sagen, ja, da kann man nichts machen, das ist der Markt.

01:06:36: Und ihr seid beide total engagiert und das hat mich total gefreut, dass ihr dabei wart.

01:06:40: und herzlichen Dank und herzlichen Dank Ihnen allen fürs Kommen und fürs lange Durchhalten.

01:06:44: Vielen Dank.

01:06:52: Und das war's für diese Folge.

01:06:53: Am fünften September werden wir eine neue Stadtführung vom Schwabbing West machen und diese ebenfalls aufnehmen.

01:06:59: Inzwischen können Sie auch gerne eine kurze Videoaufnahme dieser Spaziergang sehen.

01:07:04: Die Aufnahme wird im Auftrag des Bayern-Forums der Friedrich-Eber-Stiftung von Muckburg produziert und ist über unsere Homepage zu sehen.

01:07:11: Danke an alle Kooperationspartnerinnen und bis zum nächsten

01:07:16: Mal.

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